Entscheidungs-Check: Wege zum Traumjob

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Der mangelnde Informationsfluss ist häufig ein Grund, warum Studenten häufig die Segel streichen und die Uni ohne Abschluss wieder verlassen. Dies geht aus einer Befragung des (HIS) in Hannover hervor.

Zahlreiche Studienanfänger, die vom Hochschulinformationssystem (HIS) Hannover befragt wurden, gaben an, keine genauen Infos über das gewählte Studienfach, die Hochschule oder die Abschlussart zu haben. Kein Wunder, dass viele Studis große Probleme an der Uni haben: Rund dreißig Prozent eines Studienjahrgangs brechen ihr Studium ab. Ähnlich sieht es bei denen aus, die mit dem Abi in der Tasche euphorisch eine Lehre beginnen. Immerhin jeder Fünfte führt die Ausbildung nicht zu Ende. Auch hier ist mangelnde Information einer der Hauptgründe für das Scheitern.

Um nicht in die Karriere-Sackgasse zu geraten, kommt es darauf an, so viele aussagefähige Informationen zu sammeln wie möglich. Soll es in die Wirtschaft oder in den Hörsaal gehen? Um diese Frage für sich selbst beantworten zu können, sollten sich Abiturienten erst einmal über ihre Stärken und Schwächen klar werden. Hilfreich sich dabei drei „Grundsatzfragen“: Was kann ich? Was will ich? Was hemmt beziehungsweise was fördert mich? Wichtige Indikatoren für die eigenen Karrierechancen sind zudem Begabung, Interesse und Spaß an den anstehenden Aufgaben sowie persönliches Engagement und Initiative.

Übergang in den Beruf

Die berufliche Ausbildung ist fast immer kürzer als ein Studium und kann daher früher zum selbst verdienten Geld führen. Trotz aller Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt klappt der Übergang von der Ausbildung in den Beruf oft besser als vom Studium ins Berufsleben. Eine Karriere ist mit und ohne Studium möglich. Wer zum Beispiel das Labor als sein zweites Zuhause betrachtet, kann entweder Chemie studieren oder eine Ausbildung zum Chemielaboranten machen. Studium: Einfach immatrikulieren! Doch wie bekommt man einen Studienplatz? „Einfach einschreiben (immatrikulieren)!“ lautet die Antwort – zumindest für Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkung. Auskunft über die jeweiligen Fristen gibt die Hochschule.

Bei bestimmten Studiengängen entscheidet die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze (ZVS), wer wo studieren darf. Das Auswahlverfahren startet immer dann, wenn es mehr Bewerber als Plätze gibt. Über die Fächer wird jedes Semester neu entschieden. Der Numerus Clausus wird dabei für jedes Fach einzeln festgelegt. Neben der Abiturnote entscheidet auch die Wartezeit. Bewerbungsfrist bei der ZVS ist für das Wintersemester der 15. Juli und für das Sommersemester der 15. Januar. Immer mehr Hochschulen suchen sich ihre Studenten direkt aus. Im persönlichen Auswahlgespräch lässt sich so vielleicht die nicht ganz so gute Abi-Note durch einen guten Eindruck wettmachen. Jeder Bewerber kann allerdings nur einmal pro Studiengang an einem solchen Auswahlverfahren teilnehmen. Bei einer Bewerbung im nächsten Jahr gibt es diese Chance dann nicht mehr.

Berufsberatung

Neben der Studienberatung sollte beim Entscheidungs-Check auch die Berufsberatung befragt werden. Erste Anlaufstelle ist hier das örtliche Arbeitsamt mit seinem Berufsinformationszentrum, wo sämtliche Ausbildungsberufe in Deutschland in 800 Einzelheften der bekannten „Blätter zur Berufskunde“ ausliegen und in Datenbanken gestöbert werden kann. Im Web gibt es unter dem Stichwort „Berufsratgeber“ eine Vielzahl von Buchtiteln, teilweise auch mit interaktiven Computerprogrammen auf CD-ROM.

Also: Informieren und Ideen sammeln! Eine große Hilfe sind dabei auch folgende Adressen im Internet: www.arbeitsamt.de, www.bibb.de(Bundesinstitut für Berufsbildung), www.studienwahl.de, www.hochschulkompass.de (Website der Hochschulrektorenkonferenz), www.zvs.de(Zentrale Vergabestelle für Studienplätze). (np)

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