Studentin hat Lebensmut

Fleischfressende Bakterien zerstörten ihren Körper

Ein Unfall veränderte das Leben von Aimee Copelands Leben schlagartig. Sie infizierte sich mit einem "fleischfressenden Bakterium" und verlor beide Füße, ihr linkes Bein und ihre Hände.

Das Bakterium Aeromonas hydrophila hatte Aimee Copeland befallen. Normalerweise ist das Bakterium ungefährlich und führt zu Durchfall. Es kommt in Süß- und Brackwasser vor. Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann es zu Blutvergiftungen kommen. Dringen diese Bakterien jedoch in offene Wunden ein, können sie eine Nekrose auslösen. Ein Schnitt oder ein Kratzer genügen für eine lebensbedrohliche Infektion.

Die Bakterien produzieren Stoffwechselprodukte, die giftig sind und dem Hautgeweben (Faszien) schaden. Deswegen werden diese fiesen Keime fleischfressenden genannt.

Es ist bewundernswert, wie die junge Frau mit ihrem Schicksal umgeht und Lebensmut verbreiten möchte. Sie zeigt sich auf ihrer Facebookseite sogar im Bikini. 

Killer-Bakterien kein Einzelfall

Bakterien, die krasse Infektionen auslösen können, gibt es übrigens auch an der Ostsee. Ein Urlauber ist nach dem Baden in der Ostsee an einer sogenannten Vibrionen-Infektion gestorben (2014). Vibrio vulnificus ist ein Bakterium, das häufig in Brackwasser und Flussmündungen gefunden wird. Die Mikroben vermehren sich stark in Wassertemperaturen über 20 Grad.

Wer in warmem Salzwasser schwimmt oder angelt, sollte seine Haut auf Kratzer oder Verletzungen hin untersuchen. Wer eine Wunde bemerkt, sollte immer ein Auge darauf haben. Wenn sich die Stellen entzünden, sollten die Betroffenen einen Arzt aufsuchen.

ml

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