Pestizide und Bakterien

Darum sollten Sie niemals ungewaschenes Obst essen

+
Erdbeere ohne Sorgen genießen.

Obst und Gemüse gehören auf jeden ausgewogenen Speiseplan. Apfel, Kartoffel & Co. sind trotz allem mit Vorsicht zu genießen. Von ungewaschenem Obst sollten sie die Finger lassen, warnen Experten. Denn frisches Obst und Gemüse sind echte Keimfallen.

Wer kennt das nicht? Vor dem Kauf nehmen Kunden in der Obstabteilung im Supermarkt gerne mal eine Melone oder Avocado in die Hand und riechen sogar daran. Aber auf unseren Händen tummeln sich über 4700 unterschiedliche Bakterienarten, warnt Reinigungsexpertin Roxanna Pelka. Obendrein können die Fitmacher mit Pestiziden belastet sein.

Mit Waschen und Schälen lassen sich Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und krankmachende Bakterien reduzieren, so das Bundesamt für Verbraucherschutz. Durch gründliches Waschen können bis zu 50 Prozent der Pestizide, laut Verbraucherzentrale Bayern, entfernt werden. Wer Rückstände von Pflanzenschutzmittel gänzlich vermeiden möchte, sollte Früchte aus ökologischen Anbau bevorzugen.

Obst mit allen Wassern waschen

Kaltes Wasser entfernt bereits nach 15 Sekunden Waschen 98 Prozent der Bakterien, sagt Pelka.

Tomate & Co. sollten jedoch erst kurz vor dem Verzehr abwaschen werden. Der Grund: Bakterien vermehren sich besonders gern auf feuchtem Obst.

Übrigens: Eine Untersuchungen der Hochschule Albstadt-Sigmaringen hat gezeigt, dass es bezüglich Schmutz, Keim- und Pestizidbelastung keinen Unterschied macht, ob das Obst und Gemüse nur mit Wasser oder mit einem speziellen Obstwaschmittel gewaschen wurde.

1. Kernobst

Bei Äpfel und Birnen stecken die meisten Nährstoffe in der Schale. Anstatt die Früchte also zu schälen, waschen Sie sie gründlich ab.

2. Beerenfrüchte

Legen Sie die weichen Früchte in ein Wasserbad, da sonst die empfindlichen Beeren unter einem harten Wasserstrahl kaputt gehen können. Anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.

3. Möhrchen, Radieschen

Bürsten Sie bei Gemüsesorten mit rauer Oberfläche den Dreck einfach weg - z.B. mit einer Gemüsebürste oder einem Pinsel. Danach abwaschen, schälen und nochmals abwaschen.

4. Salat

Fertigsalate sind so empfindlich wie rohes Hackfleisch. Die Blätter werden häufig mit Hefen und anderen Schimmelpilzen belastet, die zu Magen-Darm-Beschwerden führen können.

Legen Sie Salatblätter direkt in kaltes Wasser, sodass der Vitamin-C-Gehalt nicht abgespült wird. Danach in einer Salatschleuder trocknen.

Tipp: Säurehaltige Dressings können desinfizierend wirken. Das Essig-Öl-Gemisch senkt in Kombination mit vorherigem Waschen der Blätter die Keimzahl auf bis zu 1 Prozent.

5. Brokkoli & Blumenkohl

Durch die vielen kleinen Röschen bietet dieses Gemüse die ideale Umgebung für Dreck und Keime.

Weichen Sie die Röschen in einer Schüssel mit kaltem Wasser für ca. zwei Minuten ein. Anschließend noch einmal unter laufendem Wasser abspülen - fertig.

6. Melone, Mango, Avocado

Bei diesen Obst- und Gemüsesorten essen Sie die Schalen zwar nicht mit, trotzdem ist es ratsam, diese zu waschen.

Der Grund: Beim Schälen und Schneiden gelangen Schadstoffe, die sich außen auf der Frucht befinden, über das Messer ins Fruchtfleisch.

Spülen Sie die Schale also vorher ausgiebig mit warmem Wasser ab.

Kommentare