Was kann Windows 7 wirklich?

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Am Donnerstag erscheint das neue Windows 7

München - Am Donnerstag erscheint Windows 7, mit dem Microsoft den missratenen Vorgänger Vista vergessen machen will. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum neuen PC-Betriebssystem.

  • Was kann Windows 7?

Schneller und einfacher zu bedienen soll das neue System sein – und dieses Versprechen hat Microsoft tatsächlich gehalten. Im tz-Test überzeugten viele kleine Details, die den Umgang mit dem Rechner einfacher machen. Die untere Taskleiste für die Steuerung des Computers ist jetzt deutlich übersichtlicher, hier hat Microsoft viel von Apple gelernt. Die ständigen Warnmeldungen, die bei Vista genervt haben, sind weitgehend verschwunden. Der Rechner startet und arbeitet spürbar schneller als unter Vista. Und so gut wie alle alten Programme laufen problemlos. So hätte eigentlich schon der Nachfolger von Windows XP aussehen müssen!

  • Für wen eignet sich Windows 7?

Am wichtigsten ist das System für Käufer neuer Computer. Wenn Sie sich jetzt einen PC anschaffen, sollten Sie darauf achten, dass 7 installiert ist – oder dass zumindest ein Gutschein für eine kostenlose Aktualisierung von Vista auf 7 beiliegt.

  • Und wie sieht es für Umsteiger aus?

Wenn Sie einen gut funktionierenden Computer mit Windows XP haben, sollten Sie sich den Wechsel auf 7 gut überlegen. Hier empfiehlt Microsoft nämlich eine komplette Neuinstallation des Rechners – einschließlich vorheriger Sicherung aller Daten auf einer externen Platte. Da XP noch bis 2014 mit Updates unterstützt wird, lohnt sich dieser Aufwand kaum. Anders sieht es aus, wenn Sie mit Ihrem Vista-PC unzufrieden sind – denn hier funktioniert der Wechsel auf 7 sehr einfach. Die meisten Vista-Rechner und vor allem die kleinen Netbooks laufen mit dem neuen System flotter. Umstieg empfohlen! Sehr alte Computer sind mit Windows 7 aber überfordert – ein Prozessor mit 1 GHz gilt als Mindestanforderung.

  • Was kostet Windows 7?

Microsoft pflegt nach wie vor die Unsitte, Windows in zig Versionen zu verkaufen. Im Gewirr von sieben Varianten wie „Home Premium“, „Professional“ oder „Ultimate“, von 32 oder 64 bit, blickt kaum wer durch. Wichtigste Infos: Die Variante für zu Hause heißt Windows 7 Home Premium. Wenn Sie schon XP oder Vista besitzen, zahlen Sie rund 120 Euro für ein Upgrade. Ohne die Vorgänger gibt’s das neue System für 200 Euro. Tipp: Ein Gerichtsurteil hat Microsoft gezwungen, sogenannte „Systembuilder“ oder „OEM“-Versionen, die eigentlich nur mit neuen PCs angeboten werden, auch separat zu verkaufen. In dieser empfehlenswerten Variante, die keinerlei Einschränkungen hat, bekommen Sie Windows 7 schon für rund 80 Euro. Einzige (verkraftbare) Einschränkung: Sie erhalten bei Fragen keine technische Unterstützung von Microsoft.

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