Audi R8

Rein ins Vergnügen!

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Autor Mathias Müller vor dem 550-PS-Geschoss, dem V10 Plus

Kleines motorisiertes Spielzeug gefällig? Dann ist der neue Audi R8 genau die richtige Wahl.

Spiel, Spaß und Spannung: Der Audi R8 ist das Überraschungsei unter den Sportwagen.

Vor fünf Jahren etablierten sich die Ingolstädter auf Anhieb in der Liga der Supersportwagen, im Januar 2013 versuchen sie, mit einer leicht veränderten Version ihres R8 den Markt aufs Neue zu erobern. Neben dezenten Design­änderungen, zum Beispiel Sideblades aus Carbon, sieht das neue Topmodell V10 Plus so aus wie immer. Könnte man mutlos finden. Oder als konsequente Weiterführung der bisher so erfolgreichen Linie sehen. Das maximale Drehmoment von 540 Nm liegt nach bester Hochdrehzahlmanier erst bei 6500 Touren an. Alternativ zur neuen, mindestens 173.200 Euro teuren Plus-Variante gibt es die bekannten V8- und V10-Motoren als Coupé oder Spyder-Version, alle mit Allradantrieb ausgerüstet. Als Verbrauch gibt der Hersteller 12,9 Liter an.

Next Topmodells vom Audi R8

Next Topmodells vom Audi R8

Die überzeugende Sportwagenoptik des Audi R8 – innen wie außen

Der neue V10-Plus-Flitzer überzeugt vor dem Einsteigen durch seine atemberaubende Optik, zehn verschiedene Außenfarbtöne wurden dafür zusammengemischt. Wer’s exklusiv will, könnte aus 100 weiteren Farben auswählen. Klingt ein wenig absurd, aber schließlich kauft sich auch nicht jedermann ein 550-PS-Geschoss. Auf dem Asphalt kann man von null auf 100 km/h in 3,5 Sekunden eine Menge Spaß haben, sofern man sich auf einer leeren Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung befindet. Für den Spitzenwert von 317 km/h muss man wohl eher auf eine Rennstrecke ausweichen. Ob man die „Sport“-Taste an- oder ausschaltet, spielt beim Fahren fast keine Rolle, schnittig geht’s so oder so zur Sache. Durch das neue 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe S-Tronic kann man manuell von Gang zu Gang springen, es ersetzt das sequenzielle Schaltgetriebe R-Tronic aus dem Vorgängermodell. Wer es bequemer will, kann auf Automatik wechseln, ein kleines Zuckerl nebenher: Gänge können übersprungen werden.

Für die Fahrt zum Bäcker um die Ecke ist der V10 Plus vielleicht nicht unbedingt geeignet, obwohl man den dortigen Einkauf im Kofferraum unter der Motorhaube noch verstauen könnte. Genug Platz für einen Koffer ist im Zweisitzer vorhanden, mehr aber auch nicht. Neidische Fußgängerblicke sind garantiert, wenn man auf der Leopoldstraße fährt – besonders im Sommer in der Spyder-Variante.

Ein bisschen softer und mit einem Startpreis von 113.500 Euro auch ein wenig preiswerter ist der R8 mit dem V8-Motor (4,2 Liter). Dass nun „nur“ noch 430 PS übrig sind, ist nicht weiter schlimm. Dafür rollt der V8 angenehmer und nicht ganz so aggressiv über die Straße. Mit ihm würde man selbst einen Fahranfänger bedenkenlos zum Einkaufen schicken. Wer Spiel, Spaß und Spannung nicht nur mit einem Überraschungsei erleben will, dem sei der R8 empfohlen. Zumal er im Vergleich mit seinen Kontrahenten von Ferrari, Lamborghini oder Porsche preislich das Ü-Ei der Sportwagen-Riege ist.

Mathias Müller

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