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Junge Union fordert Porno-Verbot im Internet
Filme mit fast unvorstellbarem Inhalt seien mit "YouPorn" und "Porn Tube" nur einen Klick entfernt, erklärte der Vorsitzende der Jungen Union Berlin, Conrad Clemens, am Donnerstag. In der Verantwortung stünden dabei auch die Vertreter der Union. Es sei völlig unverständlich, dass statt nach Lösungen für die Eindämmung der Pornografie zu suchen über Meinungsfreiheit und Zensurfragen philosophiert werde. 30 Prozent der Acht- bis 13-Jährigen haben nach Angaben der Jugendpartei schon Pornos gesehen.
Das Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Charité in Berlin sprach demnach vom "Anfang einer erheblichen sexuellen Störung einer ganzen Generation". Pornografie sei immer frauenfeindlich, erhöhe die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen und verderbe die sexuelle Entfaltung, sagte Clemens.
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Die Junge Union habe selbst lange die Löschung pornografischer Inhalte anstelle ihrer Sperrung gefordert. Die Löschungsbemühungen seien jedoch völlig wirkungslos geblieben, erklärte Clemens. Ein Umdenken müsse also her: "Wir brauchen die Sperrung von kinderpornografischen Inhalten, wir fordern die Einrichtung wirksamer Altersbeschränkungen gegen die Porno-Welle aus dem Internet, wir fordern Aufklärungsprogramme für Eltern und Kinder." Zudem müssten Strafverfolgungsbehörden im Kampf gegen die Internetkriminalität international kooperieren: Strafrecht und Strafverfolgung sollten hier abgestimmt werden, meinte Clemens.
apn
15.07.2010 | An den Anfang der Seite
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