BP zieht sich aus Sponsoring des Präsidenten-Fests zurück

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Pelikane, die von der Ölpest im Golf von Mexiko total ölverschmiert sind: Nach Kritik von SPD und Grünen hat sich BP als Sponsor des Bundespräsidenten-Sommerfestes zurückgezogen. 

Berlin - Der BP-Konzern wird nach Protesten von SPD und Grünen das Sommerfest des Bundespräsidenten in der kommenden Woche finanziell nicht unterstützen.

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Das Unternehmen, das die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ausgelöst hat, zog am Freitag seine Sponsoren- Zusage zurück. “BP möchte in keiner Weise Anlass zu Diskussionen im Umfeld des Sommerfestes geben und damit die eigentliche Intention des Festes stören“, begründete das Unternehmen seinen Schritt. Auf das Programm des Sommerfestes hat die Entscheidung von BP keinen Einfluss, betonte das Bundespräsidialamt.

Das Sponsoring von Festen des Bundespräsidenten und in den Vertretungen der Bundesländer in Berlin ist parteiübergreifend üblich. In diesem Jahr kostet das Sommerfest des Bundespräsidenten in Erinnerung an 20 Jahre deutsche Einheit mehr als eine Million Euro. Das Geld wird weitgehend von Sponsoren wie Daimler, Air Berlin und der Post aufgebracht. Bedingung ist, dass sie sich in sozialen Projekte dauerhaft engagieren. Dies sei auch bei BP der Fall gewesen, wurde betont.

SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte der “Bild“-Zeitung gesagt: “Wir sollten BP bitten, das Geld lieber denen zu geben, die es dringender brauchen: den Opfern der Ölpest im Golf von Mexiko.“ Die Grünen- Vorsitzende Claudia Roth sagte “Handelsblatt Online“: “Es wäre obszön, wenn auf dem Sommerfest des Bundespräsidenten von BP bezahlte Häppchen verspeist werden, während im Golf von Mexiko durch das Verschulden von BP unzählige Vögel und Meerestiere in der klebrigen Ölschlacke verenden.“

dpa 

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