Türkei beteiligt sich an Nato-Raketenabwehr

Istanbul - Die türkische Regierung hat in einer Vereinbarung mit den USA der Stationierung von Radaranlagen für die Raketenabwehr der Nato zugestimmt. Die Abwehr richtet sich vor allem gegen eine iranische Bedrohung.

Ein entsprechendes Dokument hätten Vertreter beider Staaten am Mittwoch in Ankara unterzeichnet, berichteten türkische Medien. In der Türkei gab es lange Zeit Bedenken, weil sich die Abwehr vor allem gegen mögliche iranische Angriffe richtet, die Türkei aber gute Beziehungen zu dem Nachbarstaat unterhält.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hatte bereits vor einigen Tagen die Ankündigung der Türkei begrüßt, die Radaranlagen aufzustellen. Das sein “ein wichtiges Element“, erklärte Ramussen. “Die Entscheidung der Türkei wird wesentlich zur Fähigkeit der Nato beitragen, ihr europäisches Gebiet, die Bevölkerung und Truppen gegen die wachsende Bedrohung zu schützen, die von der Verbreitung von ballistischen Raketen ausgeht.“

Die Nato sieht vor allem eine Bedrohung durch den Iran. Teheran hat sein Arsenal stetig verbessert und verfügt nach Angaben von Militärs über Raketen mit Reichweiten zwischen 2000 und 3000 Kilometern. Der Nato-Gipfel hatte im vergangenen Jahr in Lissabon beschlossen, Russland, das dem Projekt kritisch gegenübersteht, bei dem Aufbau der Raketenabwehr eine enge Zusammenarbeit anzubieten.

dpa

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