Nato meldet 25 zerstörte Panzer - Rebellenflugzeug abgefangen

+
Rebellen nähern sich Ajdabiya, wo eine Rauchsäule aufsteigt, vermutlich auf Grund eines Luftangriffs der NATO.

Brüssel - Kampfflugzeuge der Nato haben am Sonntag 25 Panzer in der Nähe der umkämpften libyschen Städte Misurata und Adschabija zerstört. Die Flugzeuge hätten auch Munitionslager bombardiert.

Dies teilte der Kommandeur der internationalen Truppen in Libyen, der kanadische General Charles Bouchard, am Sonntag in seinem Hauptquartier in Neapel mit.

Elf Panzer seien beim Vorrücken auf Adschabija zerstört worden, 14 andere am frühen Sonntagmorgen in der Nähe von Misurata. Die Panzer hätten dazu gedient, Zivilisten in beiden Städten anzugreifen. Westlich von Al-Brega sei die nach Adschabija führende Straße durch Bombardierung schwer beschädigt worden. Weiter westlich seien zwei große Munitionsbunker getroffen worden.

Erstmals meldete die Nato, dass ein Flugzeug der gegen Revolutionsführer Muammar el-Gaddafi kämpfenden Rebellen abgefangen und zum Landen gezwungen worden sei. Dies sei ein "Beispiel der Unparteilichkeit", heißt es in einer Nato-Mitteilung. Die Maschine vom Typ MiG-23 sei nur wenige Minuten nach dem Start von einem Flugplatz in der Nähe von Bengasi wieder zum Landen gezwungen worden.

Die 17 an der Militäraktion unter Führung der Nato beteiligten Staaten haben insgesamt knapp 200 Flugzeuge über Libyen im Einsatz.

Bereits am Samstag hatte Bouchard die Zerstörung von Panzerfahrzeugen sowie von Munitionslagern östlich von Tripolis gemeldet: "Indem wir diese schweren Waffen beseitigen, verringern wir die Fähigkeit des Gaddafi-Regimes zu Angriffen auf die örtliche Bevölkerung." Eine ganze Reihe von Panzerfahrzeugen sei "bei minimalem Verlust an Menschenleben" zerstört worden, weil die Regierungssoldaten nach ersten Treffern geflüchtet seien.

"Wir werden nicht immer in der Lage sein, den Verlust von Menschenleben zu begrenzen, aber die Streitkräfte des Regimes sollten wissen, dass sie dann, wenn sie diese Fahrzeuge weiter benutzen und ihr Volk angreifen, zum Ziel werden", erklärte Bouchard.

dpa

Kommentare