Ab sofort EU-weite Grenzwerte für Vulkanasche

+
Unter dem Eindruck einer neuen Aschewolke über Irland hat die EU die Entwicklung eines einheitlichen Messsystems bis Ende Juni vereinbart.

Brüssel - Einheitliche Grenzwerte für Vulkanasche im Luftverkehr sollen ab sofort ein Flugchaos in Europa verhindern. Darauf haben sich die EU-Verkehrsminister bei einem Sondertreffen in Brüssel geeinigt.

Lesen Sie auch:

Isländer machen mit Vulkanasche richtig Asche

Aschewolke: keine Gefahr für deutschen Luftraum

“Ich glaube, dass wir damit im Interesse von Verantwortung und Sicherheit erhebliche Fortschritte erzielt haben“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nach den Beratungen. Die Regelung trete europaweit sofort in Kraft. “Das war keine Selbstverständlichkeit“, sagte Ramsauer. Bis zum nächsten Treffen der EU-Verkehrsminister am 24. Juni in Luxemburg soll darüber hinaus ein einheitliches europäisches Messsystem, bestehend aus den Boden- und Luftmessstationen in den Mitgliedsstaaten, entwickelt werden.

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

Ramsauer betonte, dass sich die 27 EU-Mitglieder einvernehmlich verpflichtet hätten, bei den Grenzwerten dem empfohlenen Drei-Zonen- Modell der Europäischen Flugsicherung Eurocontrol und des Vulkanasche-Zentrums VAAC in London zu folgen. Demnach sind Flüge verboten, sobald die Aschekonzentration in einem Kubikmeter Luft zwei Milligramm übersteigt. Der Flugverbot gilt dann auch in einem Radius von rund 110 Kilometern (60 nautische Meilen) um die Verbotszone.

dpa

Kommentare