Libyen: NATO weitet Luftraumüberwachung aus

Washington/Brüssel - Nato-Aufklärungsflugzeuge überwachen jetzt rund um die Uhr die militärischen Aktionen des Gaddafi-Regimes in Libyen. Das gerät international immer stärker unter Druck.

Man habe die Entscheidung getroffen, den Einsatz von AWACS-Maschinen im Mittelmeerraum von bislang zehn auf 24 Stunden täglich auszudehnen, sagte der amerikanische Nato-Botschafter Ivo Daalder, am Montag. Ziel sei, “ein besseres Bild davon zu bekommen, was wirklich in diesem Teil der Welt vor sich geht.“

Lesen Sie dazu auch:

Libyen: EU und UN schicken Erkundungsteams

Mit den AWACS-Flugzeugen verfügt die Nato über ein ausgeklügeltes Aufklärungs- und Frühwarnsystem. Mit ihren pilzförmigen Radaraufbau können die Maschinen Objekte in bis zu 400 Kilometern Entfernung orten und identifizieren. Das elektronische Auge kann ein Gebiet von mehr als 312 000 Quadratkilometern überblicken - das ist fast die Fläche Deutschlands. Die Abkürzung AWACS steht für “Airborne Warning And Control System“ (luftgestütztes Warn- und Überwachungssystem).

Blutige Proteste in Libyen

Blutige Proteste in Libyen

Daaler wies darauf hin, dass die intensiv diskutierte Flugverbotszone nur eine “begrenzte Wirkung“ auf tieffliegende Hubschrauber habe könnte, die von den Streitkräften Gaddafis eingesetzt werden. “Die Aktivität in der Luft ist nicht der entscheidende Faktor bei den Unruhen“, sagte der Nato-Botschafter. “Es sind andere Dinge, die für die Vorgänge am Boden verantwortlich sind.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare