Erste Körperscanner kommen noch im Sommer

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Eine Mitarbeiterin der Flughafensicherheit in Boston schaut auf ihrem Monitor auf die Figur einer Frau, die von einem Ganzkörperscanner durchleuchtet wurde.

Berlin - Noch in diesem Sommer soll der Probebetrieb von Körperscannern an einem deutschen Flughäfen beginnen. Das bekräftigte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Dienstag in Berlin.

Einzelheiten nannte er nicht. Derzeit laufen noch Tests hinter verschlossenen Türen bei der Bundespolizei in Lübeck.

Zum Jahresbeginn hatte es eine große politische Debatte über die Scanner gegeben. Datenschützer sahen die Menschenwürde in Gefahr. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte wiederholt, für die Einführung müssten drei Voraussetzungen erfüllt sein: Die Scanner müssten leistungsfähig sein, sie dürften die Gesundheit nicht gefährden und keine Persönlichkeitsrechte verletzen.

Der Sprecher sagte, der Schutz der Intimsphäre und die Gesundheitsverträglichkeit seien geklärt. An der Funktionsfähigkeit werde gearbeitet. Die Gerätesoftware müsse noch weiterentwickelt werden. Die Scanner durchleuchten Passagiere bis auf die Haut und können so zum Beispiel am Körper versteckten Sprengstoff entdecken.

Die Scanner-Debatte war nach dem nur knapp vereitelten Terror- Attentat eines Nigerianers am ersten Weihnachtsfeiertag 2009 in einem US-Flugzeug über Detroit wieder hochgekocht. In Europa werden die Geräte bereits an den Flughäfen in Moskau, London, Amsterdam und Zürich eingesetzt beziehungsweise erprobt.

dpa

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