Brüderle rechnet mit höheren Kosten bei Atomwende

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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) rechnet mit höheren Kosten bei einer neuerlichen .Atomwende

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) geht davon aus, dass auf die Deutschen im Fall einer neuen Atomwende höhere Kosten zukommen.

Brüderle will die Kosten der neuerlichen Atomwende derzeit nicht detailliert beziffern. “Darüber eine Aussage zu machen, ist heute zu früh“, sagte Brüderle am Donnerstag in Berlin. “Aber ein Geheimnis verrate ich Ihnen jetzt schon: Billiger wird es nicht werden“, sagte der Minister.

Am Freitag trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Ministerpräsidenten der Bundesländer. Auch Brüderle und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) nehmen daran teil. Brüderle sagte weiter, für eine Kostenschätzung müsse abgewartet werden, welche Konsequenzen aus der Sicherheitsüberprüfung der deutschen Atomkraftwerke gezogen würden.

Die Bundesregierung: Merkel und ihre Minister

Die Bundesregierung: Merkel und ihre Minister

Brüderle sprach sich für eine stärkere Bürgerbeteiligung aus. “Sie können Stromleitungen nur bauen, wenn die Menschen sie akzeptieren“, sagte der Minister. “Ja, wir wollen schneller umsteigen, aber man muss den Menschen dann auch ehrlich sagen, was damit verbunden ist“, sagte der FDP-Politiker.

Basis der Beratungen am Freitag im Kanzleramt ist ein zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium ausgearbeitetes “Sechs-Punkte-Papier für eine beschleunigte Energiewende in Deutschland“. Darin schlagen Röttgen und Brüderle milliardenschwere Förderprogramme für den Ausbau erneuerbarer Energien und eine bessere Energieeffizienz vor. Unter anderem soll ein KfW-Förderprogramm zur energetischen Sanierung von Häusern aufgestockt werden.

dapd

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