Bilanz 

Zoos blicken auf besucherreiches Jahr 2016 zurück

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Eisbär „Lili“

Osnabrück - Die Zoos in Niedersachsen ziehen in diesen Tagen Bilanz - viele blicken auf gestiegene Besucherzahlen im vergangenen Jahr zurück.

Bei den meisten Zoos konnte zumindest das Niveau des Vorjahres gehalten werden, so auch im Zoo Osnabrück, der am Mittwoch seine Zahlen präsentierte. Im Tierpark Nordhorn wurde sogar ein neuer Besucherrekord aufgestellt. Der Zoo in Hannover will am Donnerstag die aktuellen Zahlen veröffentlichen. Der Zoo Osnabrück begrüßte im Jahr seines 80-jährigen Bestehens mehr als eine Million Besucher. Das waren etwa so viele wie im Jahr davor. Mit der Entwicklung sei der Zoo „sehr zufrieden", sagte Geschäftsführer Andreas Busemann am Mittwoch. 

Anders als viele andere Zoos finanziere sich der Tierpark in Osnabrück nicht durch kommunale Zuschüsse, sondern hauptsächlich durch seine Besucher. 190 Firmen unterstützten den Zoo zudem in einem Sponsoringmodell. 60 Prozent der Gäste kämen inzwischen aus Regionen außerhalb des Osnabrücker Landes. 

Viele Zoos in Niedersachsen und Bremen hatten in den abgelaufenen zwölf Monaten gestiegene Besucherzahlen. Der Tierpark Nordhorn verzeichnete im vergangenen Jahr einen Rekord mit knapp 430.000 Besuchern. Die erste Jahreshälfte habe sich zwar gut, aber nicht außergewöhnlich gut entwickelt. Dafür hätten in der zweiten Jahreshälfte die Kassen im Nordhorner Tierpark geklingelt, sagte eine Tierpark-Sprecherin.

Steigerung in Bremerhaven und Hodenhagen

Der Zoo am Meer in Bremerhaven steigerte seine Besucherzahlen von 278.000 auf 346.000 Besucher. Der Serengeti-Park Hodenhagen verzeichnete mit 755.000 Besuchern eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Für den Naturtierpark Ströhen in Ströhen bei Diepholz sei es allerdings nur ein „durchschnittliches" Jahr gewesen, hieß es dort. 

Der Zoo in Hannover will am Donnerstag seine Zahlen bekannt geben. Der Osnabrücker Zoo könne langfristig nur schwer mit den Millionen-Investitionen benachbarter Einrichtungen mithalten, hieß es von einer Sprecherin. Um den Zoo gezielt weiterzuentwickeln, setze man auf Kundenbefragungen. Sehr gut komme die Gesamtanlage, die Kinder- und Familienfreundlichkeit und die Tierauswahl an.

Osnabrücker Zoo ist Langzeitbaustelle

Nur bei der Tierpräsentation gebe es noch Nachholbedarf, was aus Sicht des Zoos auch an den Langzeitbaustellen auf dem Gelände liege. Für den Sommer sei eine Neueröffnung der Themenwelt „Nordamerika" geplant, mit Bereichen für Wölfe, Bären und Bisons. Bis zum Sommer 2018 sollen weitere Areale dieser Themenwelt folgen. Auch die Bereiche für Raubkatzen und Nashörner sollen vergrößert werden. Und: In der ersten Jahreshälfte 2017 werde ein neues Menschenaffenhaus fertiggestellt.

dpa

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Quelle: kreiszeitung.de

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