Wolfsburg - Von Matthias Jansen. Wäre der VfL Wolfsburg ein Fabrikat aus der hiesigen Automobil-Schmiede, die Markteinführung würde nach dem vergangenen Wochenende wohl noch etwas auf sich warten lassen.

© dpa
Ach, du dickes Ei! Gladbachs Star Marco Reus vergibt in dieser Szene die Riesenchance gegen VfL-Keeper Diego Benaglio.
Zwar bestand die Defensive des VfL beim 0:0 gegen das Überraschungsteam von Borussia Mönchengladbach im dritten Heimspiel in Folge den Crashtest, in der Offensive fehlte es den Wölfen in der ausverkauften und dennoch nicht vollbesetzten Arena aber noch an der nötigen Leistung.
„Ich kann mit dem Punkt leben“, hatte Trainer Felix Magath nach dem Frost-Kick bei Minus elf Grad geurteilt. „In der ersten Hälfte hatten wir zu großen Respekt. Zwar haben wir defensiv ganz gut gestanden, waren aber nach vorne nicht energisch genug. In der zweiten Hälfte haben wir es dann deutlich besser gemacht. Insgesamt war es ein Schritt nach vorne“, so der Wolfsburger Chef-Trainer, dessen Mannschaft nun schon seit 279 Minuten daheim ohne Gegentor ist.
Diese Serie und auch der Punkt geriet gegen die Gladbacher Fohlen gleich mehrfach in Gefahr. Zweimal erkannte Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) ein Tor der Fohlen wegen Abseits nicht an.
Hochkararätige Wolfsburger Chancen durften die frierenden Fans erst nach der Pause bewundern. Die Einwechselung von Torjäger Mario Mandzukic, der zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, erwies sich als belebend für die VfL-Offensive. Mit zwei Anspielstationen im Angriff behauptete Wolfsburg die Bälle besser, kombinierte sich mehrfach ansehnlich Richtung Gladbacher Kasten. Felipe (51.), Josue (53.) und Mandzukic (83.) vergaben gute Möglichkeiten. Der eingewechselte Giovanni Sio (64.) traf zwar in das Borussen-Gehäuse. Sein Tor wurde wegen Abseits von Sturmkollege Sebastian Polter nicht anerkannt. Gladbach vergab durch Marco Reus (69.) freistehend den möglichen Sieg.
Den Makel in der Offensive will Wolfsburg bereits am Freitag gegen Freiburg beheben. „Die eine Null gegen Gladbach war ein Erfolg, die andere nicht. Gegen Freiburg müssen wir die Null in der Offensive ändern, denn auf Dauer bringen uns Unentschieden nicht weiter“, meinte Mittelfeldmann Marcel Schäfer.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Das Voting ist beendet. Es wurde wie folgt abgestimmt:
| Platz | Mannschaft | Tore | Diff | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Borussia Dortmund | 80:25 | 55 | 81 |
| 2 | FC Bayern | 77:22 | 55 | 73 |
| 3 | FC Schalke 04 | 74:44 | 30 | 64 |
| 4 | Mönchengladbach | 49:24 | 25 | 60 |
| 5 | Bayer Leverkusen | 52:44 | 8 | 54 |
| 6 | VfB Stuttgart | 63:46 | 17 | 53 |
| 7 | Hannover 96 | 41:45 | -4 | 48 |
| 8 | VfL Wolfsburg | 47:60 | -13 | 44 |
| 9 | Werder Bremen | 49:58 | -9 | 42 |
| 10 | 1. FC Nürnberg | 38:49 | -11 | 42 |
| 11 | 1899 Hoffenheim | 41:47 | -6 | 41 |
| 12 | SC Freiburg | 45:61 | -16 | 40 |
| 13 | FSV Mainz 05 | 47:51 | -4 | 39 |
| 14 | FC Augsburg | 36:49 | -13 | 38 |
| 15 | Hamburger SV | 35:57 | -22 | 36 |
| 16 | Hertha BSC Berlin | 38:64 | -26 | 31 |
| 17 | 1. FC Köln | 39:75 | -36 | 30 |
| 18 | 1. FC Kaiserslautern | 24:54 | -30 | 23 |
für den 34. Spieltag
| Heim | Gast | Spiel |
|---|---|---|
| 1. FC Nürnberg | Bayer Leverkusen | 1:4 |
| 1. FC Köln | FC Bayern | 1:4 |
| Werder Bremen | FC Schalke 04 | 2:3 |
| FC Augsburg | Hamburger SV | 1:0 |
| Borussia Dortmund | SC Freiburg | 4:0 |
| Hannover 96 | 1. FC Kaiserslautern | 2:1 |
| Hertha BSC Berlin | 1899 Hoffenheim | 3:1 |
| VfB Stuttgart | VfL Wolfsburg | 3:2 |
| FSV Mainz 05 | Mönchengladbach | 0:3 |



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