Hannover - Der ehemalige Sprecher von Bundespräsident Christian Wulff , Olaf Glaeseker, hat einem Bericht von “Report Mainz“ zufolge intensiver um Sponsoren für den Nord-Süd-Dialog geworben als bislang bekannt.

© dapd
Laut "Report Mainz" hat Olaf Glaeseker intensiv um Sponsoren geworben.
Demnach sollte sich Glaeseker auf Wunsch von Partyveranstalter Manfred Schmidt im Dezember 2008 beim Hannoveraner Finanzdienstleister AWD um eine Erhöhung des Sponsorenbeitrags für die Lobby-Veranstaltung auf 50 000 Euro einsetzen. Das gehe aus internen E-Mails der Staatskanzlei Niedersachsen und der Partyagentur hervor, die dem ARD-Politikmagazin nach eigenen Angaben vorliegen.
Im Zuge der Kreditaffäre von Wulff kam der Nord-Süd-Dialog Ende 2011 wieder in die Schlagzeilen. Die Staatskanzlei bestritt damals, dass sie in Wulffs Amtszeit als niedersächsischer Ministerpräsident an der Sponsorenwerbung für die privat organisierten Veranstaltungen beteiligt gewesen sei. In der Staatskanzlei wurde das Treffen federführend vom damaligen Wulff-Sprecher Glaeseker betreut - nicht ohne Gegenleistung, wie die Staatsanwaltschaft Hannover vermutet. Sie ermittelt deshalb gegen Glaeseker wegen Bestechlichkeit.
dpa
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