
In Tunesien fing alles an: Die „Jasminrevolution“ begann mit landesweiten Massenunruhen Ende Dezember 2010. Auslöser war am 17. Dezember 2010 der Selbstmord eines Gemüsehändlers, der sich aus Verzweifelung selbst verbrannt hatte. © dpa

„Endlich frei“ steht auf dem Plakat dieses Tunesiers. Am 14. Januar 2011 hatte das Staatsoberhaupt Zine el-Abidine Ben Ali nach 23 Jahren an der Macht das Land verlassen, nachdem die Bevölkerung tagelang gegen ihn protestiert hatte. Bei den Demonstrationen sind mehr als 200 Menschen gestorben. © dpa

Regierungschef ist seit dem 27. Februar 2011 Béji Caïd Essebsi. Am 23. Oktober gewinnt die unter BEn Ali als extremistisch verbotene Ennahda-Bewegung die Parlamentswahlen. © dpa

Ägypten: Mit dem “Tag des Zorns“ am 25. Januar 2011 begann hier der Aufstand. © dpa

Die Demonstrantionen richteten sich vor allem gegen das von 20-jährige Regime des Präsidenten Muhammad Husni Mubarak. © dpa

Am 11. Februar wurde Husni Mubarak zum Rücktritt gezwungen. An seine Stelle trat ein Militärrat aus hochrangigen Offizieren, der den Demonstranten freie und demokratische Wahlen sowie die Aufhebung des seit 30 Jahren geltenden Notstandsgesetzes zusicherte, dann aber im März die Gesetze verschärfte. Am 28. November 2011 beginnt die erste Runde der Parlamentswahlen. © dpa

Algerien: Auch die Unruhen in Algerien schlossen sich an die in Tunesien an.

Seit dem 5. Januar demonstrieren die Menschen vor allem gegen gegen die wirtschaftliche Lage. © dpa

Staatschef Abdelaziz Bouteflika regiert seit elf Jahren - ihm wird unter anderem Korrpution vorgeworfen. © dpa
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Syrien: Hier herrscht seit über 40 Jahren der Ausnahmezustand. Der Polizeistaat verbietet alle öffentlichen Meinungsäußerungen. Am 19. März kam es zu schweren Unruhen in der süd-syrischen Stadt Dar'a anlässlich der Beisetzung von zuvor getöteten Demonstranten. © dpa
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Am 29. März 2011 entließ Staatspräsident Assad die Regierung, am 19. April 2011 gab er die Aufhebung des Ausnahmezustandes bekannt. © dpa
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Die Proteste gingen aber weiter. Am 22. April 2011 gab es mindestens 90 Todesopfer bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte rief internationale Proteste hervor. Im Dezember 2011 schätzt die UN, dass bereits mehr als 5000 Zivilisten getötet worden sind. © dpa
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Jemen: Seit Ende Januar wird hier protestiert. Die Menschen demonstrieren gegen die Politik von Präsident Ali Abdullah Salih.
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Präsident Ali Abdullah Salih erklärte Anfang Februar, dass er nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren wolle - die Proteste gingen aber weiter.
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Am 18. März, der "Tag der Würde", sind bei einer Demonstration gegen Staatschef Ali Abdullah Salih 53 Menschen von den Sicherheitskräften getötet worden. Salih erklärt am 23. November schriftlich seinen Verzicht auf die Macht. Am 21. FEbruar 2012 soll ein neuer Präsident gewählt werden. © dpa
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Jordanien: Seit 7. Januar 2011 wird hier gegen die Regierung von Samir ar-Rifai protestiert. © dpa
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König Abdullah II. bin al-Hussein mahnt echte Reformen an. Der Ministerpräsident wurde daraufhin abgesetzt. © dpa
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Doch die Proteste gehen weiter.
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Libyen: Bei den Protesten gegen Staatschef Muammar al-Gaddafi sind bisher mehrere Hundert Menschen gestorben. © dpa
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Libyen versinkt in Chaos und Gewalt. In der Hauptstadt Tripolis und weiteren Städten eskalieren die Proteste. Am 19. März fligen die USA, Frankreich und Großbritannien erste Luftangriffe, um die Zivilbevölkerung vor Übergriffen des Gaddafi-Regimes zu schützen. © dpa
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Staatschef Muammar al-Gaddafi wird nach wochenlanger Flucht in seiner Heimatstadt Sirte von Rebellen getötet. Er herrschte in Libyen 42 Jahre lang. © dpa
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Bahrain: Die Proteste im Golf-Königreich begannen am 14. Februar 2011 mit einem illegalen Zeltlager. Bei der Räumung starben vier Menschen. © dpa
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Nach den Begräbnissen kam es zu Massenprotesten. Am 14. März entsandte Saudi-Arabien auf Bitten der bahrainischen Regierung hin 1000 Soldaten nach Bahrain. © dpa
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König Al Khalifa rief am 15. März 2011 einen dreimonatigen Ausnahmezustand aus. © dpa
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Marokko: Am 20. Februar 2011 demonstrierten Tausende für politische Reformen und mehr Demokratie. © dpa
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Bei den Unruhen starben fünf Menschen in einer brennenden Bankfiliale. © dpa
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Daraufhin kündigte der König Muhammad VI. politische Reformen an. © dpa
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Oman: Seit Mitte Februar 2011 finden im Sultanat regelmäßig Demonstrationen statt. Die Demonstranten fordern politische Reformen. © dpa
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Sultan Qabus ibn Said regiert Oman im Grunde allein. © dpa
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Sudan: Vor allem Studenten und Anhänger der kommunistischen Opposition gehen hier auf die Straßen. © dpa
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Sie protestieren gegen die wirtschafltich schlechte Lage, die sich infolge der Unabhänigkeit des Südsudans immer verschlimmert. © dpa