Uelzen/Gorleben. Aus den Versorgungsproblemen beim Castor-Transport nach Gorleben 2010 hat die Polizei ihre Lehren gezogen. „Wir werden die Versorgung vor Ort noch flexibler gestalten“, sagt Torsten Oestmann, Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg.

© dpa
Die Polizei hat für den anstehenden Castor-Transport verstärkt den Einsatz von Hubschraubern trainiert.
„Wir haben diesmal ganz verschiedene Transportmöglichkeiten vorbereitet und sehen, was wir sinnvoll einsetzen können. Zur Not nehmen wir die Hubschrauber.“
Wohl am Wochenende 25. bis 27. November wird der nächste Atommüllzug durch den Kreis Uelzen ins atomare Zwischenlager rollen. Die Einsatzkräfte werden unter anderem in der Bundespolizei-Kaserne am Hainberg und in der ehemaligen Bundespolizei-Kaserne in Bad Bodenteich Quartier beziehen. Der Transport von Lasten in der Luft sei in den vergangenen Wochen verstärkt geübt worden. Auch bei der Landespolizei sei ein eigener Einsatzabschnitt Versorgung eingerichtet worden, so Oestmann als Sprecher der Gesamteinsatzleitung.
Die für die Einsatzleitung zuständige Polizeidirektion Lüneburg beauftragte danach eine Arbeitsgruppe, Verbesserungen zu erarbeiten. Auch bei größerer Mobilität sei der Einsatz kein Zuckerschlecken, betonte Oestmann. Mit regulären Dienstzeiten sei während des Castor-Transportes nicht zu rechnen. „Zwölf Stunden werden nicht immer reichen. Aber die Belastungsspitzen wollen wir durch Reservekräfte und bessere Beweglichkeit minimieren“, so Oestmann.
Außer den Hubschraubern werde die Polizei auch zur Aufklärung wieder alles dabei haben, was sie an Ausrüstung besitzt – so auch die fliegende Minikamera UAS (Unmanned Aerial System). Was davon zum Einsatz kommt, soll kurzfristig je nach Lage entschieden werden. Die Polizei rechnet nach den bis zu 50 000 Castorgegnern im vergangenen Jahr nicht mit einer neuen Rekordzahl. „Es werden diesmal sicher weniger Demonstranten kommen, die überregionale Mobilisierung ist geringer. Wir werden aber auch ganz sicher wieder Straftäter dabei haben“, sagte Oestmann. Berichte über angeblich bevorstehende massive Krawalle hält er für übertrieben. Bedauerlicherweise sei die Grenze zwischen friedlichem Protest und Gewalt wenige Wochen vor dem geplanten Transport im Umfeld der Gruppe „Atomstaat stilllegen“ und der Kampagne „Castor schottern“ nicht klar genug gezogen worden.
Von Thomas Mitzlaff
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(42.1)%Das ist furchtbar, wenn Eltern ihre Kinder zum Trinken quasi noch anstiften.
(48.9)%Lieber vor und mit den Eltern trinken, als heimlich. Ein Glas Sekt macht noch keinen Alkoholiker.
(9.0)%Das sind Einzelfälle. Da bedarf es jetzt keiner besonderen Aufmerksamkeit.
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