az Uelzen. Im Prozess wegen versuchten Totschlags haben die Richter und Anwälte sowie die Uelzener Angeklagten Ismail N. und Robert K. den Tatort an der Gudesstraße besichtigt. Zwischen den Kneipen und Ilmenauwiesen soll im Juli vergangenen Jahres der 42-jährige Hauptkläger lebensgefährlich verletzt worden sein, nachdem er einem Pärchen zur Hilfe gekommen war.

© Ph. Schulze
Treffpunkt vor der Gaststätte: Dann startete die Verhandlung um den Prozess wegen versuchten Totschlags auf offener Straße. Von der Gudesstraßen-Brücke her kommen die mutmaßlichen Täter.
In einer großen Gruppe samt Zuschauern verschafften sich die Juristen ein Bild von den Straßen- und Lichtverhältnissen an der Gudesstraße.
Zuvor hatte gestern im Amtsgericht Uelzen Familienrichterin Angela Neßelhut vor der 1. Großen Jugendkammer am Landgericht Lüneburg als Zeugin ausgesagt. Zweimal habe der Angeklagte Robert K. dem 42-jährigen Uelzener ins Gesicht getreten. Das gestand er in seiner Anhörung einen Tag nach dem Haftbefehl im Juli 2011 gegenüber Neßelhut.
Als Robert K. dem Uelzener zweimal ins Gesicht trat, lag dieser bereits am Boden. Allerdings solle das Opfer die gewalttätige Auseinandersetzung begonnen haben. Der 42-jährige Hauptkläger sei auf zwei Mitglieder der sogenannten Douglas-Bande losgegangen. „Robert K. hat gesagt, er war so sauer auf ihn“, gibt Neßelhut die Anhörung wieder. Als der Angeklagte Blut an seiner Kleidung gesehen habe, habe er zugetreten.
„Robert K. war betroffen, später hat er geweint.“ Die Familienrichterin kennt den Angeklagten bereits aus vorigen Ermittlungsverfahren. Bereits im Januar 2011 habe es einen Schuldspruch gegen den jungen Uelzener gegeben, im Frühjahr wurde seine Jugendstrafe zur Bewährung ausgesetzt. Auch dem Jugendamt sei Robert K. schon bekannt, von „Gewalterfahrung zu Hause“ sprach Neßelhut.
K.’s Rechtsanwalt Volker König hat bei der gestrigen Verhandlung im Amtsgericht im Vorfeld der Vernehmung Neßelhuts widersprochen. Sein Mandant habe im Juli die Aussage verweigern wollen, solange sein Anwalt nicht dabei sei. Als Neßelhut König damals telefonisch nicht erreicht habe, habe der 19-Jährige dann doch seine Sicht des Tathergangs geschildert. Die Kammer ließ die Familienrichterin zu einer Zeugenaussage zu.
Die Douglas-Bande wird so genannt, weil sie sich in Uelzen immer vor der gleichnamigen Parfümerie traf und dann durch die Stadt zog, um Geschäftsleute zu terrorisieren. Insgesamt sitzen mit N. und K. fünf Mitglieder der Gruppe in Untersuchungshaft. Drei weiteren wird Schutzgelderpressung eines Uelzener Kaufmanns vorgeworfen.
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(42.1)%Das ist furchtbar, wenn Eltern ihre Kinder zum Trinken quasi noch anstiften.
(48.9)%Lieber vor und mit den Eltern trinken, als heimlich. Ein Glas Sekt macht noch keinen Alkoholiker.
(9.0)%Das sind Einzelfälle. Da bedarf es jetzt keiner besonderen Aufmerksamkeit.
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