Uelzen/Landkreis. Der Verein Bücherbus im Landkreis Uelzen muss einen finanziellen Drahtseilakt bewältigen. Im laufenden Jahr fehlen 12 000 Euro zur Deckung der Personalkosten, teilte der Vorstand jetzt auf der Jahresmitgliederversammlung mit. Ein Grund für die schwierige Situation sind die gesunkenen Erträge des Vereins. Erzielte dieser aus Einzelspenden, Lesekarten-Gebühren und einem Flohmarkt im Jahr 2009 noch rund 16 700 Euro, so waren es 2010 nur noch etwa 14 000 Euro.

An 123 Haltestellen im Kreis Uelzen macht der Bücherbus Station. Die finanzielle Situation des Vereins ist aber angespannt. Zur Deckung der Kosten sucht dieser nun weitere Geldquellen. Archivfoto: Mahler
Erschwerend hinzu kam, dass auch im vorigen Jahr nicht alle Kommunen im Landkreis Zuschüsse gezahlt haben. So gewährten die Samtgemeinden Wrestedt und Rosche sowie die Einheitsgemeinde Bienenbüttel dem Bücherbus keine Geldmittel. Sie argumentieren, dass der Verein bereits vom Kreis Uelzen finanziell bedacht wird.
Dagegen überwies die Stadt Uelzen im vergangenen Jahr 3400 Euro an den Bücherbus, die Samtgemeinde Bevensen 3000 Euro, die Samtgemeinde Bodenteich 2000 Euro und die Samtgemeinde Suderburg 1700 Euro, teilte der Vorstand mit. Mit dieser Summe werde der bei der Gründung des Vereins im Jahr 2005 angepeilte Zuschuss-Ertrag von jährlich 30 000 Euro aber deutlich verfehlt, erklärte Vorsitzender Wolfram Sest, der sich ebenso wie Bücherleiterin Sylke Drescher mittelfristig eine Aufstockung des Personalbestandes wünscht. Derzeit sind beim Bücherbus fünf feste Mitarbeiter, vier ehrenamtliche Kräfte, ein Busfahrer und drei Ein-Euro-Kräfte tätig.
Zudem will man weitere Werbeaktionen anbieten, zum Beispiel Benefizkonzerte. Überdies besteht die Möglichkeit von Patenschaften. Dabei können Firmen einen jährlich wiederkehrende Betrag der Medien-Anschaffung des Bücherbusses übernehmen. „Entsprechend werden Bücher, Zeitschriften oder CDs mit dem Firmenlogo gekennzeichnet“, sagte Sest.
Äußerst positiv fällt das Urteil des Vorstands über die 2010 gestartete Umstellung auf das elektronische Ausleih-Verfahren aus. 2125 Leser seien bereits im neuen EDV-System angemeldet. Der Bestand des Bücherbusses umfasste im Vorjahr insgesamt 17 545 Medien-Einheiten, davon entfielen 16 843 auf Printmedien. Die Zahl der Entleihungen stieg um fast neun Prozent auf insgesamt 67 391.
Von Bernd Schossadowski
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(42.1)%Das ist furchtbar, wenn Eltern ihre Kinder zum Trinken quasi noch anstiften.
(48.9)%Lieber vor und mit den Eltern trinken, als heimlich. Ein Glas Sekt macht noch keinen Alkoholiker.
(9.0)%Das sind Einzelfälle. Da bedarf es jetzt keiner besonderen Aufmerksamkeit.
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