Bad Bevensen-Medingen. Nach 77 Jahren ist Schluss: Die Freiwillige Feuerwehr Medingen hat auf der Jahreshauptversammlung einstimmig ihre Auflösung beschlossen. „Es tut schon weh, dass man diesen Schritt gehen muss“, sagt Gerrit Ebeling, der seit sechs Jahren stellvertretender Ortsbrandmeister in Medingen ist, „aber es muss sein.“

© Ph. Schulze
Was mit dem Medinger Gerätehaus und der Ausrüstung geschieht, muss noch geklärt werden – Fakt ist aber: die Freiwillige Feuerwehr in Medingen, die 1935 gegründet worden war, löst sich nach 77 Jahren auf.
Nachwuchsprobleme und die Tatsache, dass es immer schwieriger geworden sei, genügend Aktive zu Diensten zu motivieren, habe letztendlich zu der finalen Entscheidung geführt.
Der Brandschutz und die Hilfeleistung durch die Medinger Wehr war nicht mehr gewährleistet, also musste die Notbremse gezogen werden. Kampflos haben die Medinger Feuerwehrleute allerdings nicht aufgegeben. „Wir haben ja versucht, neue Mitglieder zu bekommen, auch Jüngere angesprochen“, sagt der stellvertretende Ortsbrandmeister, „aber da hieß es dann meistens nur: keine Lust, keine Zeit.“ Und überhaupt würden potenzielle Feuerwehrleute lieber zu den großen Wehren gehen, in diesem Falle Bad Bevensen. „Ein Großteil der Medinger ist sowieso Mitglied der Bad Bevenser Wehr“, weiß Ebeling.
„Wir haben immer versucht, die Medinger Wehr am Leben zu halten, aber wir sind einfach zu dicht an Bad Bevensen dran.“ Und so standen die Brandschützer des Ortsteils bis zum Schluss immer irgendwie im Schatten der großen Schwerpunktfeuerwehr der Kurstadt. Die Tatsache, dass eine Reihe von Mitgliedern außerhalb arbeitet und im Einsatzfall nicht vor Ort sein kann und wieder andere von ihrem Arbeitgeber nicht immer freigestellt werden, ist ein weiterer Sargnagel für die Medinger Wehr gewesen. Fünf Einsätze haben die Medinger im vergangenen Jahr noch gefahren: Sie löschten zwei Feuer, zogen einen Baum von der Straße und rückten zu zwei Fehlalarmen aus. Außerdem stellten sie über Weihnachten und Silvester die Brandsicherheitswache im Kloster Medingen und richteten das Osterfeuer aus. Laut Beschluss soll der Kassenrest, der nach Abwicklung der Auflösung übrig bleibt, der Samtgemeinde-Jugendfeuerwehr gespendet werden.
Was nun mit dem Medinger Feuerwehrgerätehaus, dem Fahrzeug und der Ausrüstung geschieht, müsse man sehen, sagt Hans-Jürgen Kammer, Bürgermeister der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, die Trägerin der Feuerwehren ist. Der Brandschutz in Medingen werde nun durch die Einsatzkräfte in Bad Bevensen mit sichergestellt, so Kammer.
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(42.0)%Das ist furchtbar, wenn Eltern ihre Kinder zum Trinken quasi noch anstiften.
(49.0)%Lieber vor und mit den Eltern trinken, als heimlich. Ein Glas Sekt macht noch keinen Alkoholiker.
(9.0)%Das sind Einzelfälle. Da bedarf es jetzt keiner besonderen Aufmerksamkeit.
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