Colbitz. „Wir wollen, dass die Colbitz-Letzlinger Heide wieder zivil nutzbar gemacht wird“, erzählte Helmut Adolf, Pressesprecher der Bürgerinitiative „Offene Heide“. „Die Heide ist eine einzigartige Kulturlandschaft, die es zu schützen gilt.

© Andrys
Die Mitstreiter der Bürgerinitiative „Offene Heide“ begeben sich regelmäßig auf einen friedlichen Marsch durch die Heide. Damit wollen sie ihren Protest ausdrücken.
Seit mehreren Jahrzehnten wird diese Natur durch das Militär auf infame Weise missbraucht und verschandelt. Deswegen sind wir hier. Um unseren Protest auszudrücken. Friedlich, aber eindringlich. “.
Mit knapp 50 Personen hatten sich die Aktivisten am Neujahrstag in dem Waldgelände zwischen Colbitz und Dolle getroffen. Unter der organisatorischen Leitung von Joachim Spaeth, Christel Spenn und Gisela Mühlisch marschierten sie entlang der militärischen Sperrzone bis zur geplanten Trasse der Autobahn 14.
Jeden ersten Sonntag im Monat gehen die Aktivisten durch die Colbitz-Letzlinger Heide, nehmen sie Stück für Stück symbolisch in Besitz und erfüllen sie mit friedlichem Leben, so der Aufruf der Organisation. Das Militär behindere die offene Nutzung der Heide. Den freien Zugang einschränken, Krieg bringen, „denn hier werden die Soldaten für die Einsätze in Afghanistan ausgebildet“, so Spenn. „Es geht um Krieg, Gewalt und Not. Darüber müssen wir uns empören.“
Einer, der von der ersten Stunde mit dabei ist, ist Ernst Niemann. Der 83-jährige ist immer mit dabei, wenn die Bürgerinitiative ruft. Er ist das älteste Mitglied in dieser Runde. Einer, der sich einbringt, äußert, motiviert. „Ja, man muss sich doch engagieren, wenn man solche Missstände sieht. Ich will, dass die Heide frei ist. Ich will keine Soldaten, keinen Krieg, keine Ausbeutung der Natur. Dafür trete ich seit über zehn Jahren ein und werde es weiter tun, solange ich kann.“
Von Tanja Andrys
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