Osterburg. Die Werderwiesen bieten derzeit gute Voraussetzungen, um die Winterfreuden zu genießen. Am Wochenende wurde bereits eine kalte Party gefeiert, die Temperaturen sollen auch in dieser Woche deutlich im Minusbreich bleiben.

© J. Gerber
Die erste Eisparty 2012 auf den Werderwiesen war ein voller Erfolg. Die nächste Auflage auf der sicheren Fläche gegenüber dem Biesebad ist am kommenden Sonnabend geplant.
Gegenüber dem Biesebad ist zum Beispiel das Schlittschuhlaufen, mal abgesehen von Stürzen sowie eventuell blauen Flecken, ohne Gefahr möglich. Dies betrifft allerdings nicht alle Eisflächen. Darum bittet Stadtwehrleiter Sven Engel um große Vorsicht.
Die glitzernden Sonnenstrahlen auf dem Eis verbergen die Gefahren, die beim Betreten der Flächen lauern. Vor allem an dunklen Stellen kann das Eis zu dünn sein – hier droht Einbruchgefahr. Es sollten nur Flächen, die mindestens zehn bis 15 Zentimeter dick und freigegeben sind genutzt werden. Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt: nicht betreten. „Wenn man dann bereits auf dem Eis ist wichtig: Flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen und mit wenig ruckartigen Bewgungen zum Ufer robben“, unterstrich Sven Engel.
Übrigens: Innerhalb von drei bis vier Minuten in kaltem Wasser (drei bis vier Grad) erschlaffen die Muskeln, der Körper erlahmt, die eingebrochene Person geht unter. Daher ist die sofortige Alarmierung der Hilfskräfte über die Notrufnummer 112 lebenswichtig.
Aus aktuellem Anlass weist die Feuerwehr Osterburg auf ein weiteres Risiko hin. Denn vor einigen Tagen gab es einen Schornsteinbrand in Calberwisch. Neben der Ortswehr waren Osterburg und Düsedau im Einsatz. Der Schornstein wurde mittels der Wärmebildkamera überprüft und weiteren Gefahren vermieden. Um so etwas zu verhindern gibt es einige Tipps: Offenes Feuer in der Wohnung vermeiden – sicherer sind Heizlüfter oder Kachelöfen. Durch unvollständige Verbrennungen kann es zur Bildung von Kohlenmonoxid kommen, welches zu tödlichen Vergiftungen führt. Heizlüfter sollte genügend Abstand zu brennbaren Gegenständen haben. Die Anlagen und auch Kamine gilt es regelmäßig vom Fachmann zu warten. Brennmaterialvorräte sollten nicht zu nahe am Ofen gelagert werden.
Wer Wasserleitungen auftauen möchte, sollte auf keinen Fall eine Lötlampe oder anderes offenes Feuer nutzen. „Dies ist oft ein Grund für Brände“, erklärte Sven Engel. Die Hitze entzündet durch Wärmeleitung oftmals unkontrolliert brennbare Stoffe an anderen Stellen und in Hohlräumen, zum Beispiel Isoliermaterial. Besser geeignet sind zum Beispiel Haartrockner, Heizlüfter, Heißluftgebläse, ein Dampfstrahlgerät oder Tücher, die in heißes Wasser getaucht wurden.
Von Christian Ziems
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