Rochau. Bereits zum offiziellen Beginn der Narrenzeit im November vergangenen Jahres präsentierten die Narren der Rochauer-Carnevals-Gemeinschaft (RCG) ihr Programm auf der Bühne in der Mehrzweckhalle.

Die Tanzkids ernteten für ihre Aufführung zu dem Titel „Hello“ so viel Applaus, dass die sieben Mädels zusammen mit ihrem Hahn im Korb ihre Performance noch ein zweites Mal darbieten durften.
Nach der Pause zum Jahreswechsel haben die Vorstellungen am Wochenende wieder begonnen. Wer noch sehen möchte, was die RCG und ihre Vereinsmitglieder zu bieten haben, kann die Abendvorstellungen am 4. und 11. Februar besuchen oder sich eine Karte für die Nachmittagsveranstaltung am 12. Februar sichern. Diese sind bei Holger Lühr unter (039328) 5 12 12 erhältlich.
Doch die Narren in Rochau wollen nicht nur die Erwachsenen begeistern, sondern auch die Jüngsten in ihren Bann ziehen und von der bunten Lebensfreude überzeugen. Traditionell stellen deshalb Kindertagesstätte, Grundschule und die Tanzgruppen des Sportvereines in Zusammenarbeit mit der RCG eine Kindervorstellung auf die Beine. Unter dem Hut von David Riep zauberte ein achtköpfiges Team ein fast eineinhalbstündiges Programm mit gut 40 beteiligten Kindern. Ebenso wie ihre Vorbilder des Erwachsenenkarnevals leitete auch bei den Jüngeren ein Elferrat die Geschicke auf der Bühne. Auch ein Prinzenpaar wurde dafür proklamiert. Jonas und Luisa duften am Sonntagnachmittag auf dem Thron Platz nehmen und es so dem Prinzenpaar der „Großen“ gleich machen. Auch die Ansprache blieb dem neugewonnen Glück nicht erspart. Gnade gab es dort nur bei der Kussfreiheit, die im Kinderkarneval nicht mit auf dem Ablaufplan stand. Anders der Tanz „Heidewitzka“ der Funkengarde, welcher den Mix aus Tanz, Rede und Sketch eröffnete. Mit dem Dschungel-Tanz gaben die „Glühwürmchen“, eine der drei Sportvereinstanzgruppen, einen etwas anderen Einblick als die Stars im Fernsehen in das Leben im Urwald und zeigten wie Tarzan und Jane ihre Hüften wackeln lassen können. Aber auch die Büttenrede von Katrin Garbe begeisterte das Publikum aus Eltern, Großeltern, Bekannten und Verwandten und ließ nicht nur einmal den Schlachtruf „Rochau – es lacht!“ lautstark durch die Halle schallen. Als „Paul“ erzählte sie aus dem Leben im Rentner-Dasein. So verweigerte beispielsweise der Uhrmacher die Reparatur des Hundes, obwohl der doch alle paar Meter stehen bleibe. Doch das wichtigste hat der tierische Begleiter schon gelernt – das Apportieren der Zeitung, und das obwohl Rentner Paul gar kein Abonnement abgeschlossen hat. Weitere Tänze sowie der Sketch „Omama & Opapa“, in dem gezeigt wurde, dass auch noch in den hohen Jahren die Liebe frisch und munter sein kann, rundeten das Programm ab und ließen die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg werden.
Von Benjamin Kobelt
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