Arneburg. Für einige Kameraden der Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck galt es an den vergangenen Wochenenden wieder ihre Freizeit für den ehrenamtlichen Dienst zu opfern.

Kerstin Kinscher probiert sich hier noch an der stabilen Seitenlage, die einen Bewusstlosen vor dem Sterben bewahren soll. Fotos (2): Kobelt
Auf dem Plan stand der erste Teil des Truppmann-Lehrganges, bei dem Feuerwehrmann-, aber auch Feuerwehrfrauanwärter das Rüstzeug für den aktiven Einsatzdienst an die Hand bekommen.
So wurden die Teilnehmer des Lehrganges am vergangenen Wochenende durch einen Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe zu Ersthelfern ausgebildet, die im Notfall richtig handeln können. Vor allem lebensrettende Sofortmaßnahmen, wie beispielsweise die stabile Seitenlage, müssen die Blauröcke jederzeit anwenden und ausführen können. Daneben wurde die Herz-Lungen-Wiederbelebung trainiert und auch das ordnungsgemäße Anlegen eines Verbandes. Außerdem erhielten die Kameraden viele Informationen zum korrekten Vorgehen bei anderweitigen Notfällen, wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Vergiftung. Im Ernstfall ist die Feuerwehr unter Umständen noch vor dem Rettungsdienst vor Ort und dann muss alles parat sein, jeder Handgriff sollte sitzen, um das Leben des Betroffenen retten zu können.
Noch an den zwei nächsten Wochenenden dürfen die ehrenamtlichen Kräfte pünktlich um acht Uhr mit ihrer Anwesenheit glänzen, bevor es dann zum schriftlichen Leistungsnachweis kommt. Diesen hat jedoch bisher eigentlich noch nie ein Lehrgangsteil ohne Erfolg abgeschlossen. Das erworbene Wissen wird dann in den Dienstabenden in den örtlichen Feuerwehren vertieft und erweitert sowie durch mögliche Einsatzerfahrungen ergänzt. Im Herbst dürfen die Teilnehmer allerdings nochmals die Schulbank drücken, denn dann steht der zweite Teil ihrer Ausbildung an, wo grundlegende Fertigkeiten trainiert werden und vor allem Praxiserfahrungen gesammelt werden sollen.
Von Benjamin Kobelt
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