Wittingen. Muss das Isenhagener Land sich bald damit anfreunden, dass keine Züge mehr in Richtung Celle rollen können?

Ist hier bald Endstation? Rechts geht’s in den Hafen, geradeaus führen die Schienen über den Kanal nach Hankensbüttel.
Die OHE habe in Fragen des Fortbestandes der Strecke vom Wittinger Hafen zur Residenzstadt „freie Entscheidung“, sagte Vorstandssprecher Wolfgang Birlin jetzt auf IK-Anfrage. Und es gibt Anzeichen, dass diese Entscheidung in nicht allzu ferner Zukunft „Endstation“ lauten könnte.
Täglich vielleicht ein Güterzug, und seit den frühen 70ern kein Personentransport mehr – allzu viel ist auf den Schienen von und nach Celle nicht mehr los. Genau das ist das Problem: Die OHE braucht Aufträge für Transportleistungen, damit sich die Strecke rentiert.
Für die Stadt Wittingen, die ihren Hafen ausbauen will, wäre der Wegfall der Eisenbahn-Anbindung freilich ein Desaster. Bei der OHE gibt es jedoch Pläne, den Hafen künftig per Schiene ausschließlich von Wittingen aus zu erschließen. Der übliche Haken: Das Ganze kostet viel Geld.
Die Schienen-Diskussion fällt in eine Zeit, in der im Nordkreis ohnehin über die künftige Infrastruktur nachgedacht werden muss. Das wurde am Montagabend beim Informations- und Diskussionsabend zur demografischen Entwicklung im Hotel Nöhre deutlich. Seite 3
Von Holger Boden
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