Hankensbüttel. Für das Hankensbütteler Otter-Zentrum gibt es zum Start in die 25. Saison reichlich politischen Rückenwind. Anders als noch vor einem Vierteljahrhundert ist seine Bedeutung für den Nordkreis inzwischen unumstritten.

© Boden
Tierhaltungs-Experte Dr. Hans-Heinrich Krüger gab den Gästen des Neujahrsempfanges Einblicke ins Hermelin-Gehege.
Dass sich die Naturerlebniseinrichtung für 2012 wieder eine Menge vorgenommen hat, erfuhren rund 80 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und den Reihen der Mitglieder am Sonnabend beim Neujahrsempfang.
So wird das Otter-Zentrum auf personeller Ebene nachrüsten. „Sonst wird es eng“, sagte Mark Ehlers, Vorstandsvorsitzender der Aktion Fischotterschutz. In den nächsten Monaten sollen zwei wissenschaftliche Kräfte das Team verstärken, damit die großen Projekte im Bereich Naturschutz/Biotop-Entwicklung gemeistert werden können. Da ist zum einen das Ise-Projekt – einst in der Region umstritten, nach mittlerweile ebenfalls 25 Jahren aber längst etabliert in seinem Ansatz, einen Ausgleich zwischen den Interessen von Naturschutz, Landwirtschaft, Fischerei und Forst zu suchen. Weiter geht es in diesem Jahr auch beim Ohre-Projekt, und das dritte große Vorhaben im Biotop-Bereich ist das Aller-Projekt, bei dem die Hankensbütteler Experten mit Volkswagen einen Global Player als Partner haben.
Zudem soll es wieder viele Sonderveranstaltungen geben. Ein neues Highlight soll der „Tag der Umwelt“ werden, bei dem Ende August die Sparkasse als Partner mit im Boot ist. 2013 wird dann zum offiziellen Jubiläumsjahr – dann jährt sich zum 25. Mal die Eröffnung des Otter-Zentrums im Mai 1988.
Gemeindebürgermeister Martin Rausch nannte das Otter-Zentrum einen „Glücksfall“ für Hankensbüttel. Die Gemeinde stehe vor der Herausforderung, den Tourismus zu stärken und werde sich der Frage widmen müssen, wie die Übernachtungsmöglichkeiten und -zahlen ausgebaut werden können. Der zweite stellvertretende Landrat Peter Dietz bezeichnete den Tourismus als „wichtiges Standbein des Landkreises“. Die Bundestagsabgeordnete Ewa Klamt gratulierte Ehlers und seinem Team zu den Erfolgen in der Naturschutzarbeit.
Von Holger Boden
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