Sprakensehl. „Es kommt noch viel Arbeit auf den Rat zu“, unterstreicht Sprakensehls Bürgermeisterin Christiane Fromhagen. Die Rede ist vom geplanten Ausbau der Ortsdurchfahrt im Zuge der Bundesstraße 4.

Wenn die Ortsdurchfahrt in Sprakensehl ausgebaut wird, ist auch der Rat gefordert, denn der ist in die Planung des kombinierten Rad- und Fußweges eingebunden. Foto: Manicke
Die Fahrbahndecke der Ortsdurchfahrt soll saniert werden. Außerdem sollen zusätzlich ein kombinierter Geh- und Radweg sowie drei Querungshilfen entstehen, und zwar an beiden Ortseingängen und in der Nähe des Gasthauses. Dadurch soll die Ortsdurchfahrt optisch verengt und das Tempo der Auto- und Lkw-Fahrer gedrosselt werden. Die Linksabbiegespuren blieben erhalten. Nicht zu vergessen die Grünstreifen, die angelegt werden sollen.
Ein weiteres wichtiges Thema für den Rat wird in diesem Jahr das Thema Windkraft sein. Priorität hat die Erweiterung bestehender Flächen. So hat der Rat bereits einen Antrag gestellt, den Windpark Wettendorf in Richtung Masel zu erweitern. Da gibt es ein Problem, denn die Entfernung der Windräder zur Wohnbebauung würde nur 750 Meter betragen.
Die Maseler hätten nichts gegen die Unterschreitung, das habe eine Umfrage der Eigentümergemeinschaft Harsahl ergeben, versichert die Bürgermeisterin. Nun müsse man sehen, ob der ZGB (Zweckverband Großraum Braunschweig) als Planungsbehörde mitspiele. Vorgesehen ist eigentlich ein Mindestabstand von 1000 Metern. Da aber der Wind so gut wie nie aus Nord-Ost wehe, sei mit keiner Geräuschbelästigung zu rechnen.
Ein weiteres Gebiet für die Errichtung eines Windparks möchte die Gemeinde nördlich von Bokel über dem Heideblütental ausweisen. Es handele sich um eine rund 50 Hektar große Fläche, die mehr als einen Kilometer vom Ort entfernt liege. Laut ZGB-Analyse gebe es gute Chancen für den Windpark bei Bokel. Hier müsste allerdings noch der Flächennutzungsplan durch die Samtgemeinde Hankensbüttel geändert werden. Die Gemeinde hofft, dass sie in Form von Steuereinnahmen einen Nutzen durch den Bau des Windparks hat.
Auf Samtgemeindeebene müsste ein vernünftiger Gesamtplan für den Bau von Windrädern erstellt werden, unterstreicht die Bürgermeisterin. Bei der Planung, natürlich auch auf Gemeindeebene, sollen die Bürger in die Planung einbezogen werden. Christiane Fromhagen ist davon überzeugt, einen breite Akzeptanz in der Bevölkerung erreichen zu können.
Noch bis Ende des Jahres läuft die Dorferneuerung. Hier möchte die Gemeinde das Dach des Gemeindebüros in Sprakensehl erneuern, außerdem soll es eine Wärmedämmung erhalten, um Energie zu sparen. Für die Gemeinde entstehen Kosten in Höhe von 12 500 Euro. Auch private Maßnahmen werden noch gefördert. Wer Interesse hat, kann sich an die Bürgermeisterin wenden.
Von Walter Manicke
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