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Landwirt aus Bokel ist empört über den Diebstahl seiner Charolais-Rinder

Morgens fehlten fünf Kühe

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Bokel. Das Muhen der Kälbchen ist schon von Weitem zu hören. „Die bölken die ganze Zeit nach ihren Müttern“, sagt Landwirt Matthias Plieth.

© Schossadowski

Die Charolais-Rinder auf dieser Weide zwischen Bokel und Behren sind unruhig. In der Nacht zum Dienstag haben Unbekannte fünf Mutterkühe aus der Herde von Landwirt Matthias Plieth gestohlen.

Doch die verzweifelten Rufe der Tiere werden nicht erhört, denn Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag fünf der insgesamt 63 Charolais-Kühe von Plieths umzäunter Weide zwischen Bokel und Behren gestohlen.

Anfangs glaubte der Landwirt, dass es nur zwei Tiere waren, doch beim Überprüfen der Ohrmarken-Nummern in seiner Kartei stellte er fest, dass fünf Tiere im Gesamtwert von rund 5000 Euro fehlten. Neben dem finanziellen Verlust ist es für Plieth besonders ärgerlich, dass es sich dabei um Muttertiere handelt, deren Nachwuchs versorgt werden muss. „Drei Kälber muss ich jetzt auf meinen Hof mitnehmen und mit Kraftfutter aufpäppeln. Die beiden anderen sind zum Glück schon älter und brauchen das nicht mehr“, erklärt der Bokeler dem IK.

Den Diebstahl der vier bis fünf Jahre alten Rinder hat er am Dienstag gegen 10 Uhr morgens bemerkt, als er zur Weide kam, die sich ebenso wie der Stall direkt neben der Landesstraße 265 befindet. Sogleich bemerkte Plieth, dass etwas nicht stimmte: Auf dem Schnee waren breite Reifenspuren zu sehen, die direkt auf die Weide führten. Zudem hatten Unbekannte einen der stromführenden Drähte des Zauns zur Seite geworfen. „Da war mir klar, dass jemand es auf meine Rinder abgesehen hatte“, sagt Plieth, der seit 2001 Charolais-Rinder züchtet, empört.

Er vermutet, dass die Kühe nachts mit einem Autotransporter von der Weide geholt wurden. „Ich habe sofort mehrere Schlachthöfe angerufen, aber dort waren die Tiere nicht abgegeben worden.“ Weil aufgrund der Ohrmarken festgestellt werden kann, wem die cremefarbenen Kühe gehören, glaubt Plieth, dass sie illegal geschlachtet werden sollen. Schließlich bringen sie jeweils 300 Kilogramm Fleisch auf die Waage.

„Entweder sind die Täter schon längst über der Grenze oder sie beschaffen sich neue Ohrmarken“, sagt der Landwirt. Er meint, dass die Diebe genau wussten, was sie taten. „Sie haben ihr Fahrzeug vielleicht direkt vor der Einfahrt zum Stall platziert und die Kühe dann dort hineingetrieben.“ Denn einige der gestohlenen Tiere waren nicht besonders zutraulich und ließen sich nicht anlocken.

Seit dem Diebstahl ist die Herde deutlich unruhiger, hat Plieth festgestellt. Er selbst macht sich Gedanken, ob die Täter erneut zuschlagen werden und wie er künftig für die Sicherheit der Tiere sorgen kann. „Gut geschlafen habe ich letzte Nacht jedenfalls nicht“, gibt er zu.

Unterdessen hat die Polizei noch keine Spur von den Tätern. „Es ist schon außergewöhnlich, dass gleich so viele Tiere gestohlen wurden. Ab und zu verschwindet mal eine Kuh von einer Weide, aber gleich fünf, das ist für uns etwas Neues“, erklärt Stefan Kaulbarsch, Sprecher der Polizeiinspektion Gifhorn, auf IK-Anfrage. Wer Hinweise zu dem Diebstahl oder den Tätern machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Hankensbüttel unter Telefon (0 58 32) 9 77 70 zu melden.

Von Bernd Schossadowski

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