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Führungskräfte im Kreis Gifhorn setzen auf Kinderfeuerwehren und die Frauen

Wehren fehlt der Nachwuchs

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Hankensbüttel/Landkreis. Zwar gibt es derzeit noch keinen Personalmangel, doch der demografische Wandel geht auch an den Feuerwehren im Landkreis Gifhorn nicht vorbei.

Willi Aldinger

Der Nachwuchs aus den Jugendfeuerwehren reicht nicht aus, um die Zahl der Brandschützer, die mit 62 Jahren aus dem aktiven Dienst verabschiedet werden, auszugleichen, unterstreicht Kreisbrandmeister Willi Aldinger auf IK-Nachfrage. Die gleichen Probleme plagen beispielsweise auch die Feuerwehren der Samtgemeinde Hankensbüttel, wie Gemeindebrandmeister Percy Pfeiff im IK-Gespräch erklärt.

Im Landkreis Gifhorn sind derzeit rund 4800 Feuerwehrmänner und -frauen aktiv. In der Altersgruppe der 40- bis 50-Jährigen sind es rund 1000, die gleiche Zahl gilt für die 50- bis 62-jährigen Brandschützer.

In der Samtgemeinde Hankensbüttel liegt die Zahl im prozentualen Vergleich noch etwas höher. Von den 561 Aktiven sind 164 zwischen 41 und 50 Jahre alt, bei den über 50-Jährigen sind es 140 Feuerwehrmänner.

Sowohl Percy Pfeiff als auch Willi Aldinger sind sich einig, dass die Jugendfeuerwehren zur Nachwuchsgewinnung nicht ausreichen. Beide setzen deshalb auch auf den Aufbau von Kinderfeuerwehren. Während es im Südkreis schon 14 Kinderfeuerwehren gibt, wird im Nordkreis demnächst eine Kinderfeuerwehr in Steinhorst und Bokel gegründet. Aus Steinhorst haben 17 Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren Interesse gezeigt, in Bokel sind es sogar mehr als 20. Der Gemeindebrandmeister will sich dafür einsetzen, dass weitere Kinderfeuerwehren in der Samtgemeinde Hankensbüttel gegründet werden.

Ziel müsse es sein, so Pfeiff, die Mädchen und Jungen schon früh für die Freiwilligen Feuerwehren zu begeistern, damit sie dann in die Jugendfeuerwehr gehen und schließlich in den aktiven Dienst überwechseln. Den Südkreis sieht Aldinger da auf dem richtigen Weg. „Die Arbeit hat sich gelohnt“, sagt er.

Neben Kinder- und Jugendfeuerwehr setzt Percy Pfeiff auch auf das weibliche Geschlecht. Bisher gibt es auf Samtgemeinde-Ebene 33 Frauen in den elf Feuerwehren. Die Zahl konnte im vergangenen Jahr um fünf gesteiert werden, ist Pfeiff zufrieden. Auch dieser Weg müsse weiter verfolgt werden. Die Ortsfeuerwehren müssten darauf hinarbeiten, mehr Mitglieder zu gewinnen. Wenn erst einmal der Anfang gemacht sei, würden andere Interessierte dazustoßen, ist der Gemeindbrandmeister überzeugt.

„Das Problem des demografischen Wandels können die Feuerwehren nicht allein lösen“, unterstreicht der Kreisbrandmeister. Hier sei auch die Politik gefordert, macht Willi Aldinger deutlich. Seite 4

Von Walter Manicke

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