Lindau - Schönheitsoperationen an der Bodenseeklinik von Werner Mang werden zum Fall für die Justiz. Gegen den prominenten Professor wird wegen des Verdachts der Beihilfe zu gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

© dapd
Die Staatsanwaltschaft Kempten bestätigte am Donnerstag einen Bericht von “Spiegel Online“. Ein früherer Arzt der Klinik soll Operationen ohne ausreichende Approbation durchgeführt haben. Nach dem Mann wird gefahndet. Die Klinik betonte, kein Patient sei verletzt worden, es gehe lediglich um eine bürokratische Frage.
Laut Bodenseeklinik geht es lediglich um die Frage, ob der beschuldigte Arzt, der ein erfahrener Facharzt für Plastische Chirurgie sei, eine ausreichende behördliche Erlaubnis hatte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gab es bereits mehrere Durchsuchungen. Unter anderem wurden in der Bodenseeklinik Unterlagen beschlagnahmt. Der Aufenthaltsort des beschuldigten Mediziners ist laut Eger unbekannt. “Wir fahnden nach ihm.“
In einer Presseerklärung gab die Klinik bekannt, der Arzt habe bei der Bewerbung eine Schweizer Zulassung vorgelegt und mitgeteilt, dass er für Deutschland eine beschränkte Erlaubnis zur Operation unter Aufsicht habe. Bevor er seine Operationszulassung als angestellter Arzt zurückerhalten hat, habe er in Lindau als Hospitant unter Aufsicht 15 Eingriffe erfolgreich durchgeführt. Weder der Verwaltung der Bodenseeklinik noch Prof. Mang sei vor diesem Hintergrund ein Vorwurf zu machen. “Der beauftragte Anwalt geht davon aus, dass die Ermittlungen gegen Prof. Mang in Kürze eingestellt werden“, heißt es in der Erklärung.
dpa
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