Salzwedel. Seit Oktober hat Hauptkommissar Lothar Heiser seinen Nachfolger als Chef der weißen Mäuse – oder wie es im Amtsdeutsch heißt: Revierverkehrsdienst – eingearbeitet. Der 60-jährige Lothar Heiser geht in den Ruhestand.

Lothar Heiser (l.) hat seinen Nachfolger André Kriegbaum seit Oktober eingearbeitet. Ab morgen ist er offiziell Leiter des Revierverkehrsdienstes im Altmarkkreis. Foto: Benecke
Oberkommissar André Kriegbaum ist ab morgen der oberste Verkehrspolizist im Altmarkkreis.
Heiser, der aus Wüllmersen stammt, ist in seinen 41 Dienstjahren bei der Polizei nie weggekommen aus der Altmark. Für seinen Job ein Riesenvorteil. Er kennt Land und Leute, und die kennen ihn. Bis dahin war es ein langer Weg. Am 1. Januar 1971 meldete er sich zum Dienstbeginn beim Volkspolizeikreisamt (VPKA), dem jetzigen Polizeirevier an der Großen Pagenbergstraße 10. Schutzmann, Abschnittsbevollmächtigter (ABV) und schließlich weiße Maus – das war Heisers Werdegang.
Seit 1996 war er Chef des Verkehrsdienstes. Dabei lag ihm besonders die Präventionsarbeit am Herzen – Heiser wurde zum Kindergartencop. Die Verkehrserziehung und Fahrradprüfungen sieht er immer noch als sehr wichtige Polizeiarbeit an. „Wenn wir uns diese Präsenz bei den Kindern vergeben, dann sind wir die ,bösen Bullen‘ – so aber , Herr Heiser‘“, macht er deutlich.
Neben seiner gesellschaftlichen Arbeit will Lothar Heiser sich nun mehr seiner Familie widmen. Über 40 Jahre ist er verheiratet, hat zwei Kinder und drei Enkel. Und: „Die Familie hat mitgedient“, sagt der Polizist, der aus dienstlichen Gründen bei so manchem Familientreffen fehlen musste.
Nun ist sein Nachfolger dran. Der hat den gleichen Vorteil. Oberkommissar André Kriegbaum ist Altmärker, wurde vor 36 Jahren in Salzwedel geboren, ist in Beetzendorf aufgewachsen und wohnt mit Frau und zwei Kindern in Kalbe. Auch er weiß, wie die Einheimischen ticken.
Von Holger Benecke
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