mm Böckwitz. „Der Dreschtag hat ungeheuer viel Arbeit gemacht“, bilanzierte Ingrid Schumann, die Vorsitzende des Böckwitzer Museumsvereins, am Donnerstagabend bei der Mitgliederversammlung im Backhaus.

Museumsvereinsvorsitzende Ingrid Schumann zog Bilanz.
Zumal die Aktiven des Vereins vor Beginn des Dreschens noch fast 300 Personen des Wittinger Konfi-Cups auf dem Hof hatten und blitzschnell aufräumen mussten. „Wir können das nicht mehr leisten“, erklärte die Vereinsvorsitzende. „Vor allem kann ich es nicht verantworten, 75-Jährige auf den Dreschkasten zu schicken“, betonte sie. Trotzdem wird es auch 2012 einen Dreschtag im Böckwitzer Museum geben, versicherte sie. Jens Winter aus Brome hat sich bereit erklärt, das Dreschen zu übernehmen. Mit einem Team von acht jüngeren Leuten möchte er im Rundling anrücken und die historische Ernte demonstrieren.
Auch die Wahl einer Erntekönigin soll beibehalten werden, wünschte sich Ingrid Schumann. Die diesjährige „war sehr schick“, erinnerte sie. Allerdings wird es 2012 wohl keine Veranstaltung zum Erntedank mehr im Museum geben. „Das findet nicht mehr statt“, kündigte sie an, denn sie sei „ein bisschen enttäuscht.“ Von der Kollekte, die beim Gottesdienst eingesammelt wurde, hat der Museumsverein nichts abbekommen. „Die Kirche kann sich das nicht alles einstecken“, erklärte Ingrid Schumann. Nur wenn die Kirche den Museumsverein finanziell beteilige, wird es wieder einen Gottesdienst im Museum geben, kündigte sie an. Auf keinen Fall mehr wird diese Veranstaltung aber am 3. Oktober stattfinden. Die Vereine aus Jahrstedt und Böckwitz haben sich zu einer besseren Zusammenarbeit entschlossen und wollen künftig Terminüberschneidungen vermeiden. Und der 3. Oktober bleibt damit den Jahrstedtern für ihren Frühschoppen vorbehalten.
Auf sehr wenig Interesse stieß 2011 zudem der jährliche Stasi-Vortrag. Da sich das Thema nicht mit der Region beschäftigte, waren nur wenig Besucher gekommen, die dann noch größtenteils den Vortrag eher verließen, weil sie sich langweilten.
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