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Weitere Petition an den Bundestag eingereicht: Bis 22. Februar für den schnellen Bau zeichnen

„Die Umleitung muss weg“

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Klötze. Wenn am morgigen Dienstag Landes-Verkehrsminister Thomas Webel nach Klötze kommt, wird es nicht nur um den geplanten zweiten Kreisel an der Poppauer Straße in Klötze gehen.

© Monika Schmidt

„Ortsumgehung Brome, die Umleitung muss weg“, fordern die Klötzer Anlieger der Umleitungsstrecke. Ob es dafür in absehbarer Zeit eine Lösung gibt, soll das Gespräch mit Verkehrsminister Thomas Webel am Dienstag zeigen.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Uwe Harms aus Klötze hat den Minister eingeladen, um die Problematik der Umleitung während der Bauphase zu besprechen. Dem Klötzer schwebt bereits eine Lösung vor, kündigte er an.

Eine ganz andere Umleitung wird aber ebenfalls Thema des Treffens sein, denn Uwe Harms hat auch seinen SPD-Kollegen Jürgen Barth sowie die Mitglieder der Bürgerinitiative für eine schnelle Umsetzung der Bromer Ortsumgehung dazu gebeten. Seit inzwischen 20 Jahren leiden die Anlieger der Straßen von Klötze bis zur niedersächsischen Landesgrenze unter dem Umleitungsverkehr für das Bromer Nadelöhr. Dabei ist der Bau einer Ortsumgehung als Projekt Deutsche Einheit in den Bundesverkehrswegeplan eingeordnet. Nur weil sich die Bromer nicht über die Trasse einigen können, hat noch kein Bagger den ersten Spatenstich vollziehen können. Die vor 20 Jahren eingerichtete „provisorische“ Umleitung verläuft auch mitten durch die Baustelle für den zweiten Kreisel und bringt für die Klötzer somit eine zusätzliche erhebliche Verkehrsbelastung.

Die Mitglieder der Klötzer BI kämpfen für ein Ende des Theaters um die Varianten der Trassenführung in Brome und eine schnelle Umsetzung des Bauvorhabens. Deshalb unterstützen sie einen Antrag an den Petitionsausschuss des Bundestages, den Wilfried Wiebe von der Bromer BI eingereicht hat. Er fordert den zeitnahen Bau der Ortsumgehung und hat für seine Petition bereits 55 Mitzeichner, darunter auch viele Klötzer, gefunden. Die Petition ist eine Antwort auf die Petition von Ernst Paasche aus Brome, der sich im Dezember gegen die Variante Enge Süd ausgesprochen hatte. Diese Petition wurde bis zum 7. Januar von 205 Mitzeichnern unterstützt und befindet sich nun in der parlamentarischen Prüfung. Nach Angaben von Jürgen Barth sind allerdings 51 000 Unterschriften nötig, damit sich der Bundestag mit der Petition befasst.

Die Gegen-Petition von Wilfried Wiebe kann noch bis zum 22. Februar unter www.epetitionen.bundestag.de mitgezeichnet werden. „Wo früher Pferdegespanne problemlos fahren konnten, können sich heute kleinere Lkw und Pkw nur noch ampelgesteuert im Ortskern begegnen“, informiert Wilfried Wiebe in seiner Petition. Er bittet den Bundestag, zu beschließen, „dass die Ortsumgehung Brome, als Teil des Projektes der Deutschen Einheit, vorrangig und zeitnah realisiert wird.“

Der Sprecher der Bromer BI „OU Brome jetzt“ erinnert daran, dass „die enge Südumgehung die einzige verbliebene und mit den Erfordernissen der Raumordnung in Einklang stehende Trassenvariante der verkehrlichen Entlastung von Brome ist.“ 650 Einwohner aus Brome und Umgebung haben auf einer Unterschriftenliste der BI „OU Brome jetzt“ die zügige Realisierung des Verkehrsprojektes gefordert. Die Klötzer BI „Pro OU Brome“ hatte sogar 2330 Unterzeichner auf ihrer Liste, die die kurzfristige Umsetzung der Ortsumgehung forderten.

„Ortsumgehung Brome, die Umleitung muss weg“, ist derzeit an einer Hauswand in Klötze zu lesen. „Die betroffenen Bürger in Sachsen-Anhalt nehmen aufgrund der bestehenden Verkehrssituation im Ortskern von Brome den Schwerlastverkehr auf“, erläutert Wilfried Wiebe in seiner Petition. Er wendet sich an die Gegner der „Engen Süd“: „Einige Bromer Bürger versuchen, mit dem Hinweis auf eine vermeintlich optimierte Trassenführung, die Planung der Ortsumgehung Brome zu torpedieren, da die identifizierte Trasse ihren persönlichen und wirtschaftlichen Interessen zu widersprechen scheint.“

Treffpunkt für das Gespräch mit dem Verkehrsminister ist am Dienstag, 7. Februar, um 16.30 Uhr an der Kreuzung Poppauer Straße / Kapellenberg.

Von Monika Schmidt

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