Gardelegen. Frühmorgens klingelte es bei Reinhard Rosenhagen an der Haustür. Ein benachbarter Datschenbesitzer überbrachte ihm die schlechte Nachricht. „Du, deine Laube ist abgebrannt“, berichtete der.

© St. Schmidt
Reinhard Rosenhagen vor den Überresten seiner abgebrannten Datsche an der Gardelegener Goethestraße.
„Ich natürlich sofort hin“, erinnert sich der Gardelegener, der arbeitslos ist und am Wochenende zur Beerdigung eines Familienangehörigen verreist war, an diesen Montagmorgen. Wenige Minuten später stand er an der Goethestraße vor seiner Laube. Oder genauer: Vor dem, was übrig geblieben war. „Alles vernichtet“, kämpft Reinhard Rosenhagen mit den Tränen. „Mehr als 20 Jahre Arbeit sind futsch. “.
Neben dem Verlust der Laube hat der Arbeitslose ein weiteres Problem: „Ich habe nicht genügend Geld, um die Laube wieder aufzubauen.“ Selbst die Aufräumarbeiten gestalten sich schwierig. Auch dafür habe er, so berichtet der begeisterte Hobbygärtner, kein Geld.
Dabei war die kleine Oase am Stadtrand von Gardelegen sein Leben. Sogar zwei Hunde sind dort begraben. Ein übrig gebliebenes Schild „Willkommen“ zeigt an, das er dort oft Gäste zu Besuch hatte. Doch die ungebetenen nächtlichen Besucher haben alles zunichte gemacht. „Ich weiß nicht, wie ich das hier wieder aufbauen sol“, sagt Reinhard Rosenhagen. Und blickt erneut verzweifelt auf den Schutthaufen, der einstmals seine Laube war.
Von Stefan Schmidt
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