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Mehrheit im Stadtrat ist gegen die von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Vereinheitlichung

Es bleibt bei drei Postleitzahlen

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Gardelegen. 39638, 39649 und 39646. So lauten die Postleitzahlen im Gardelegener Stadtgebiet. Und das bleibt auch so. Denn die Mitglieder des Gardelegener Stadtrates stimmten während ihrer Sitzung am Montagabend für die Beibehaltung dieser drei Postleitzahlen.

Keine Mehrheit: Bürgermeister Konrad Fuchs (hinten stehend) und zehn weitere Stadtratsmitglieder stimmten für eine Vereinheitlichung der Postleitzahlen. Doch es bleibt dabei: Gardelegen besteht weiterhin aus drei Postleitzahlbezirken. Foto: Schmidt

Die Abgeordneten widersprachen damit dem Bemühen der Gardelegener Stadtverwaltung, die Postleitzahlen zu vereinheitlichen. Und zwar auf nur noch eine Zahl, nämlich die der Kernstadt. Also auf die 39638.

Ausschlaggebend für die Entscheidung, die jetzige Regelung beizubehalten, war auch, dass es keine klare Aussage von Gardelegens Bauamtsleiter Engelhard Behrends gab, ob man die Postleitzahlen überhaupt zwingend vereinheitlichen müsse. Die Deutsche Post, so Behrends während der Stadtratssitzung, wünsche dies so. Eine klare Anordnung gibt es aber offenbar nicht.

Dafür aber klare Worte von Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs, der ein Befürworter nur noch einer Postleitzahl ist. Er verstehe die Argumentation der Änderungsgegner nicht, eigene Postleitzahlen würden auch ein Stück Identität bedeuten, man müse nicht alles im neuen Gardelegener Stadtgebiet angleichen. „Wenn es gilt, Schulden von beigetretenen Gemeinden zu übernehmen dann sind wir eins“, so Fuchs. „Auch bei Investitionen müssen wir alles aus einem Topf bezahlen.“ Aber bei den Postleitzahlen wolle man wieder trennen? „Entweder“, so der Bürgermeister, „sind wir eins – dann müssen wir uns auch dazu bekennen.“

„Etwas fehl am Platze“ fand Normen Gadiel aus Mieste die Fuchs-Argumentation. Und der Dannefelder Andreas Finger kritisierte ebenfalls die Aussage des Bürgermeisters. Man sei „stolz darauf und findet es gut“, dass man nun zu Gardelegen gehöre. „Aber an einer einheitlichen Postleitzahl setzt sich diese Identität nicht fest.“

Ergebnis der Abstimmung: 16 Stadträte waren für drei Postleitzahlen, elf für nur noch eine. Zwei Stadträte enthielten sich der Stimme.

Von Stefan Schmidt

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