Diesdorf. Bislang führt in der Diesdorfer Darre nur eine Behelfs-Bautreppe in die oberen Geschosse.

Die Darre liegt zu tief im Verhältnis zum derzeitigen Bodenniveau. Das Gelände muss in den kommenden Monaten in seiner Höhe angepasst werden. Fotos (2): Zuber
Das soll sich aber bald ändern: Diesdorfs Bürgermeister Fritz Kloß und der unter seiner Leitung arbeitende Förderverein „Alte Darre“ haben ehrgeizige Pläne für die kommenden Monate: Weil Anfang Juni der 900. Geburtstag von Diesdorf gefeiert wird, soll auch die Darre für Besucher sicher begehbar gemacht werden.
Ziel ist laut Fritz Kloß demnächst der Einbau einer Metalltreppe im zweitältesten klösterlichen Wirtschaftsgebäude Sachsen-Anhalts, welches heute noch erhalten geblieben ist. „Als Trittstufen habe ich zum Beispiel an geöltes Buchenholz gedacht“, erklärte der Vereinschef gegenüber der Altmark-Zeitung.
Nach dem das Dach nun neu eingedeckt wurde und vor Wind und Wetter geschützt ist, konnte die Sanierung in den vergangenen Wochen weiter vorangetrieben werden: Im oberen Dachbereich der Diesdorfer Darre wurden während des zweiten Bauabschnitts insgesamt 104 neue Fenster eingebaut.
Laut Fritz Kloß erhielten 14 Fenster die ursprünglichen Holzgitter. Weitere 14 Fenster dienen dem Lüften des Gebäudes auf dem Dachboden.
Im unteren Bereich des Hauses wurden zudem rund 30 Fenster sowie drei Türen eingebaut. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme bezifferte Ortschef Fritz Kloß auf rund 67 000 Euro. 80 Prozent davon konnten zum Glück durch Fördermittel finanziert werden. Alle Fenster und Türen des alten Gemäuers wurden in Abstimmung mit den Denkmalschutz-Behörden durch eine spezielle Fachfirma eingepasst.
Im Zuge der Baumaßnahme mussten auch Teile des Bodens vor dem Eingangsbereich der Darre abgetragen werden. Die Mitglieder des Fördervereins hoffen, dass im Zuge des Ausbaus der Landesstraße vor dem Gebäude im nächsten Jahr eine Höhenanpassung des Bodenniveaus erfolgen kann.
Möglich sei auch, eine Art Trockenmauer vor der Darre anzulegen, um die momentan vorherrschenden Höhenunterschiede auszugleichen, hieß es seitens des Ortschefs.
Von Kai Zuber
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