Rohrberg. Ein kommunaler Zweckverband Altmark soll in Zukunft für eine flächendeckende und zukunftsfeste Breitbandversorgung im Altmarkkreis Salzwedel und im Landkreis Stendal sorgen (wir berichteten).

Auf einer Karte erläuterte Axel Schulz vom Altmarkkreis den derzeitigen Stand der Technik in der Gemeinde Rohrberg. Die grünen Linien zeigen bereits vorhandene Glasfaserkabel an. Foto: Mittank
Nachdem sich Städte wie Salzwedel, Stendal und Gardelegen diesem Verband bereits angeschlossen haben, beschloss der Rohrberger Gemeinderat während seiner Sitzung am Mittwochabend ebenfalls eine entsprechende Absichtserklärung. Zuvor hatte Gastreferent Axel Schulz vom Altmarkkreis für einen Beitritt geworben.
Das bisherige DSL – ob über Kabel oder Funk – sei bereits in einigen Jahren technisch überholt. „Glasfaser bis ins Haus – das ist die Zukunftstechnologie“, unterstrich Axel Schulz am Mittwochabend. Die Grundlagen für den Breitbandausbau in der Altmark seien nicht schlecht. Demnach habe eine Machbarkeitsstudie festgestellt, dass sich in vielen Orten der Altmark, selbst in den kleineren, bereits Glasfaserkabel oder zumindest Leerrohre, über die relativ leicht Glasfaserkabel verlegt werden könnten, im Boden befinden. In der Gemeinde Rohrberg träfe das mit Ausnahme von Groß und Klein Bierstedt auf alle Ortsteile zu.
Je mehr Gemeinden dem Zweckverband beitreten, umso größer sei die Chance, einen Netzbetreiber zu finden, so Axel Schulz. Wenn sich in einem Ort wenigstens 60 Prozent der Haushalte anschließen lassen, lohne sich bereits ein Ausbau. Dass das Konzept aufgehen kann, beweise ein Zweckverband, der sich in einem ebenfalls dünn besiedelten Gebiet von Schleswig-Holstein zusammengefunden hatte. „Sieben Interessenten für den Breitbandausbau haben sich dort gefunden“, so der Referent.
Doch wie lange würde es dauern, bis alle Haushalte in der Altmark über Breitband versorgt werden könnten? „Die Studie geht von sechs Jahren aus. Das halte ich allerdings für sehr ambitioniert“, so Axel Schulz. Zumal durch Verhandlungen mit dem Land bereits ein Jahr länger als geplant ins Land gegangen sei.
Von Matthias Mittank
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