Beetzendorf / Jübar. In den 42 Feuerwehren der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf ist die Zahl der aktiven Kameraden im vergangenen Jahr gesunken.

Den größten Einsatz in der Verbandsgemeinde gab es im vergangenen Jahr Anfang Oktober, als auf dem Gelände der Glunz AG in Nettgau ein Hydraulik-Bagger brannte. 97 Kameraden von zwölf Feuerwehren waren damals ausgerückt. Foto: Archiv/privat
Wie die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde, Christiane Lüdemann, ihm Rahmen der Jahreshauptversammlungen der Wehren Rohrberg und Jübar erläuterte, zählte die Verwaltung im vergangenen Jahr 885 Feuerwehrmänner und -frauen. 2010 waren es noch 925 gewesen.
Die VG-Chefin konnte der Statistik jedoch auch etwas Positives abgewinnen: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Kameradinnen in den Wehren von 103 auf 111. Diese Entwicklung freue sie besonders, so Christiane Lüdemann. Und die Zahlen aus den Jugendwehren machen Hoffnung, dass künftig noch mehr Frauen mit ausrücken würden. Denn von den 98 Kindern und Jugendlichen, die in den neun Jugendwehren betreut würden, seien 30 Prozent weiblich.
Zu Einsätzen ausrücken mussten die Feuerwehren der Verbandsgemeinde im vergangenen Jahr 95-mal. Davon zu 40 Bränden, 23 technischen Hilfeleistungen und 16 Sturmschäden. Neunmal, und das ist aus Sicht der Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin zu häufig, wurden die Kameraden wegen einer Fehlalarmierung losgeschickt. Ebenfalls unbefriedigend sei die Zahl der Verletzungen und Unfälle von Kameraden während eines Einsatzes. Die Jahresstatistik weist 14 solcher Unfälle auf. „Das sind ganz klar zu viele“, so Christiane Lüdemann.
Im Bestand der 42 Wehren befinden sich fast 70 Feuerwehrautos. „Für Dähre und Beetzendorf konnten wir im vergangenen Jahr neue Fahrzeuge beschaffen. Peu á peu werden es weitere sein“, so Christiane Lüdemann. Langfristig gelte es, die alten, teilweise noch aus DDR-Zeiten stammenden Feuerwehrautos abzumelden. „Wir brauchen einen modernen Bestand an Fahrzeugen. Alles andere steht außer Frage“, sagte sie zum Abschluss ihrer Ausführungen.
Von Norman Reuter
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