Und verschwinden im Dickicht in Richtung Truppenübungsplatz Altmark. Darunter auch etliche Teilnehmer des „Antimilitaristischen Camps“, das seit Mittwoch bei Parleib Quartier bezogen hatte.
Direkt am Demonstrationsplatz vor dem militärischen Sicherheitsbereich an der Altmark-Kaserne herrscht derweil Klassenausflugs-Atmosphäre. Was auch daran liegt, dass sich nur einige wenige Menschen dorthin verirrt haben. Am Vormittag kaum mehr als 40 Unentwegte, später ein paar mehr. Zu Spitzenzeiten, so meldet die Polizei nach der Demo, seien es 100 Menschen gewesen – mitgezählt die Teilnehmer einer Pflanzaktion der Bürgerinitiative „Offene Heide“, sie sich im Vorfeld des „Aktionstages“ ausdrücklich von der Gewaltankündigung des „Antimilitaristischen Camps“ distanziert hatten und folglich Abstand hielten. Oder, wie es der 81-jährige Martin Gregor von der „Offenen Heide“ erläuterte: „Wir handeln nach dem Gandhi-Prinzip: Gewalt unbedingt vermeiden.“
Bilderstrecke von der Demo
Vor Ort beginnt ein Kleinkrieg: Passierende Polizisten werden wenig freundlich angeraunzt, Polizeiwagen nur widerwillig durchgelassen. Sogar ein rotes Absperrband ziehen die Demonstranten quer über die Salchauer Chaussee – wenige Minuten später wird es von den Militärgegnern wieder entfernt. Antikriegsmusik ertönt aus dem Lautsprecher. Ein Sprecher begrüßt die Anwesenden, die „in Scharen“ gekommen seien. Na ja, ganz wie man´s sieht... Statt der erwarteten 500 Teilnehmer sind vor Ort oft nur ein paar Dutzend. Am Nachmittag lichtet sich selbst dieses Häufchen: „Kaum mehr als zehn Demonstranten“, so Polizeisprecher Marco Neiß, harren tatsächlich bis 18 Uhr – so lange darf demonstriert werden – aus.
Unruhig wird es am Nachmittag auf der B 71. Zwischen Letzlingen und Gardelegen hocken sich etwa 30 Militärgegner auf die Fahrbahn. Die Polizei sperrt die Bundesstraße für anderthalb Stunden, leitet den Verkehr über die Alte Letzlinger Landstraße um. In Letzlingen selbst sind ebenfalls mehrere Anliegerstraßen aus Sicherheitsgründen abgeriegelt.
Ruhig bleibt es das ganze Wochenende über hingegen im „Antimilitaristischen Camp“ auf einer Wiese bei Parleib. Am gestrigen Sonntag zogen Demonstranten und Einsatzkräfte dann allmählich ab.
Von Stefan Schmidt






































