Leserbrief

Weniger Wanderer in den Wäldern

Das Thema Wolf beschäftigt unsere Leser seit vielen Monaten – so auch Carl Friedrich Bautsch aus Groß Hesebeck:

Im Jahr 2016 gab es viele Berichte über den Wolf in der Presse, im Rundfunk und im Fernsehen. Vor allem auch Schadensmeldungen.

Geschichtlich vielleicht interessant: Die Lüneburger Landschaft tagte 1652 zum letzten mal auf dem Landtagsplatz im „Schott zu Hösseringen,“ weil angeblich die Wolfsgefahr zu groß war.

Ich bin auch im Alter neugierig und möchte von unseren Landtagsabgeordneten wissen, wie viel Geld das Land im Jahr 2016 ausgegeben hat den Wolf betreffend, für Wolfsberater, Gutachten, Rechtsbeistand, Tierärzte, Gen-Proben, Wolfszäune und Schadenersatz usw.?

Stellt man Politikern mal Fragen zum Thema Wolf, antworten die meistens nur ausweichend. Sie haben wahrscheinlich keine Angst vor dem Wolf, sondern Angst nicht wiedergewählt zu werden.

Hoffentlich wird der Paragraf 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ nicht ersetzt oder ergänzt durch; „Die Würde des Wolfes ist unantastbar.“

Bekannt ist, dass ich seit Jahren fast täglich wandere auf den schönen Wanderwegen im Ilmenautal, mit seinen Wäldern (Nordic-Walking).

Früher begegnete man dort vielen Kurgästen und Wanderern, heute kaum noch. Sollte die Kurverwaltung nicht auch Pfefferspray an ihre Gäste ausgeben– wie es bei Waldarbeitern schon geschieht – oder an einigen Wanderwegen Wolfszäune errichten, damit sie, berechtigt oder unberechtigt, ohne Angst vor dem Wolf dort die Natur genießen können?

Ich bin froh, ich in einer Zeit gelebt zu haben mit viel Niederwild, und einer bunten Vogelwelt, wie man sie heute nicht mehr kennt, aber ohne Wölfe. Ich auch froh, dass unsere Vorfahren nicht so klug waren wie heute, Wölfe einzubürgern.

Letztlich aber kann nur beten wie die Kinder: „Lieber Gott mach mich fromm, dass ich ohne Wolf auskomm’!“ Amen....

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