Sorge um die Existenz

Die Weidetiehalter müssen laut Ingrid Cohrs in ständiger Angst vor dem Wolf leben. Archivfoto: privat

Über den Umgang mit dem Wolf und die Situation der Weidetierhalter schreibt AZ-Leserin Ingrid Cohrs aus Suderburg.

Irgendwie verdirbt es einem jegliche gute Laune. Wer von den Wolfsfanatikern denkt bloß mal an die Tierhalter, die jede Minute des Tages – bestimmt auch in der Nacht – in Angst leben und um ihre Existenz fürchten. Auch denen steht zu, dass die Runzeln nicht vom Ärger kommen, sondern lieber vom Schmunzeln.

Wenzel muss aufhören, die Wölfe zu hofieren. Man kann nur immer wieder sagen: „Wolfsfanatiker setzt euren Verstand ein, oder tut ihr nur so, als hättet ihr ihn, sodass eure Posten sicher sind?“ Bei der rasanten Vermehrung der Wölfe haben die doch in drei Jahren Deutschland inne. Wenn ich mit Menschen aus anderen Teilen Deutschlands spreche, staune ich, wo der Wolf schon überall ist. Gleich ist bei allen die Verunsicherung und die Wut.

Ich möchte betonen, dass ich keine Wolfshasserin bin. Ganz im Gegenteil: Ich bewundere die Tiere. Nur sie gehören hier nicht her, in einem solchen Ausmaß wie jetzt schon gar nicht.

Ich glaube, dass ich nicht alleine mit meiner Meinung bin. Wenn andere den Mut fänden, auch ihre Meinung zu äußern, dann könnte die Situation schon gänzlich anders aussehen.

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