Gejammer auf hohem Niveau

Für Peter Vogtmann sollten die Apotheker anstatt jedem ihr Leid zu tragen, besser den Service und verbessern und sich dem Wettbewerb stellen. Archivfoto: dpa

Zum Artikel „Apotheker unter Druck“ (AZ vom 3. Januar) schreibt AZ-Leser Peter Vogtmann aus Bad Bevensen:.

Über die Aussage der Apothekerin aus Uelzen bezüglich der Konkurrenz durch die Internetapotheken bin ich doch sehr verwundert. Seit Jahren steigt auch in Uelzen die Zahl der Apotheken, also scheint man doch immer noch genug Geld an den Medikamenten zu verdienen. Jahrzehnte haben sich, ja man muss es auch aussprechen, so manch arrogante Apotheker auch in Uelzen eine goldene Nase an den Patienten beziehungsweise Krankenkassen verdient.

Wie auch alle andere Geschäftsbereiche es mit der Internetkonkurrenz zu tun haben, trifft es nun auch endlich die Apotheken und schon geht wieder der Aufschrei der Apotheker-Lobby los.

Liebe Apotheker, überlassen Sie es doch bitte dem mündigen Bürger, wo er seine Medikamente bestellt. Wer wenig Geld hat und im Monat teure verschreibungspflichtige Medikamente braucht, ist dankbar, wenn ihm die Internetapotheke etwas entgegenkommt. Nun will man mal schnell mit Hilfe der üblichen Lobby-Politiker per Gesetz regeln, dass der Versand dieser Medikamente durch EU-Apotheken verboten wird – welch ein Blödsinn.

Ich denke, dass so ein Verbot auch vor einem EU-Gericht nicht durchkommen wird. Ich empfehle, den Apothekern nicht so viel zu jammern, sondern zu überlegen, wie man in der heutigen Zeit mit Aktionen oder Kundenfreundlichkeit gut über die Runden kommen kann. Der Trend durch das Internetgeschäft ist jedenfalls nicht mehr aufzuhalten. Die Bürger durch so eine Unterschriftenliste zu verunsichern, finde ich nicht fair.

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