Leserbrief

Aus der Ferne rät es sich gut

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Der Umgang mit dem Wolf beschäftigt die AZ-Leser.

Zum Leserbrief von Axel Bürgener „Das Nebeneinander gestalten“ (AZ vom 28. Dezember) schreibt AZ-Leser Rainer Danckert aus Himbergen:

Ihr Leserbrief, Herr Bürgener, hat mich wirklich verärgert, weil er doch vermeintlich so ausgewogen erscheint. Im ersten Absatz unterstellen Sie Menschen, die nicht ihrer Meinung sind, Mangel an „Sachkenntnis und Fairness“, was suggeriert, dass Sie natürlich über Sachkenntnis und Fairness verfügen. Sie sprechen dann im zweiten Absatz von „Falschmeldungen“, die Sie aber nicht benennen.

Ich nenne ihnen nur mal zwei Aussagen von Wolfsberatern, die Sie sicher auch noch im Ohr haben: 1. „Der Wolf ist scheu und fürchtet den Menschen, so dass Sie ihn sowieso nicht zu Gesicht bekommen.“ 2. „Der Wolf macht einen großen Bogen um menschliche Siedlungen.“ Beide Aussagen sind nachweislich falsch.

Im dritten Absatz behaupten Sie, dass „aus gutem Grund“ der Wolf eine geschützte Tierart ist, ohne einen guten Grund zu nennen. Mir konnte bisher auch noch niemand einen „guten Grund“ nennen, der für mich auch akzeptabel war. So ist das nun mal mit unterschiedlichen Sichtweisen und Standpunkten.

In der gleichen AZ-Ausgabe steht auf Seite 7: „Es ist nicht opportun, sich gegen den Wolf zu äußern.“ Ihr Leserbrief leistet dafür ein gutes Beispiel: Meinen Gegnern fehlt es an Sachkenntnis, sie arbeiten mit Falschmeldungen und sehen die guten Gründe nicht ein. Wie uneinsichtig müssen die denn sein !?

Übrigens: „Fern ab von der Gefahr, da rät es sich ganz wunderbar.“

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