Besucherrekord bei Bregenzer Festspielen

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Die Bregenzer Festspiele haben so viele Besucher wie noch nie in ihrer 64-jährigen Geschichte angezogen.

Bregenz - Von Krise keine Spur: Die Bregenzer Festspiele haben so viele Besucher wie noch nie in ihrer 64-jährigen Geschichte angezogen.

260 000 Gäste wurden während des vierwöchigen Kulturfestivals in der österreichischen Stadt am Bodensee gezählt, wie die Festspielleitung am Sonntagabend zum Abschluss mitteilte. Das entsprach einer Auslastung von 98 Prozent. Der bisherige Spitzenwert war 2003 mit 230 000 Besuchern erreicht worden. Im Mittelpunkt stand in dieser Saison eine spektakuläre Open-Air- Neuinszenierung der Oper “Aida“. Giuseppe Verdis Monumentalwerk auf der Seebühne mit den 7000 Tribünenplätzen am Ufer zog 201 000 Zuschauer an. “Aida“ war damit die bestbesuchte Freiluft- Opernproduktion. Das Musical “West Side Story“ hatten 2003 rund 205 000 Zuschauer gesehen.

Ungeachtet der Wetterkapriolen musste keine der “Aida“- Vorstellungen ins benachbarte Festspielhaus verlegt werden. “Wir hatten viel Wetterglück“, sagte Pressesprecher Axel Renner. Im Schnitt der vergangenen zehn Jahr mussten 1,8 Aufführungen wegen Regens verlegt werden. “Aida“ ist in der Saison 2010 in einer Wiederaufnahme zu sehen. Für das Liebes- und Kriegsdrama hat Regisseur Graham Vick riesige Fragmente einer zerbrochenen Statue ins Wasser bauen lassen, die teils erst während der Vorstellung von Kränen zusammengesetzt werden. Das “Spiel auf dem See“ ist stets das Herzstück der Festspiele, die in dieser Saison mit rund 100 Veranstaltungen das umfangreichste Programm ihrer Geschichte zusammengestellt hatten. Dazu gehörte auch die selten gespielte Oper “König Roger“ des polnischen Komponisten Karol Szymanowski (1882-1937).

Die Inszenierung von Festspiel- Intendant David Pountney zog 5048 Besucher an. Das entsprach einer Auslastung von 93 Prozent. Szymanowski bildete auch einen Schwerpunkt der Orchesterkonzerte, die ebenfalls großen Anklang fanden. Daneben gab es Operette, Schauspiel und die zeitgenössische Reihe “Kunst aus der Zeit“.

dpa

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