Kabarettisten steigen aus

„Neues aus der Anstalt“ ohne Priol und Barwasser

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Die Kabarettisten Frank-Markus Barwasser (l.) und Urban Priol verfolgen künftig eigene Projekte.

Mainz - Die Kabarettisten Frank-Markus Barwasser und Urban Priol verlassen die ZDF-Politsatire „Neues aus der Anstalt“. Der Grund: Sie wollen sich eigenen Projekten widmen.

Im Herbst werde die letzte Folge mit ihnen zu sehen sein, teilte der Mainzer Sender am Mittwoch mit. Das ZDF arbeitet nach eigenen Angaben an der Fortführung der Reihe mit neuen Protagonisten unter dem Titel „Die Anstalt“. Diese soll von Februar 2014 an gesendet werden.

Die beiden Künstler wollten sich nun auf neue oder bestehende Formate konzentrieren: Frank-Markus Barwasser werde seinen Kabaretttalk „Pelzig hält sich“ in einer höheren Schlagzahl als bisher produzieren. Mit Urban Priol plane das ZDF eine neue Sendung, die derzeit in der Entwicklung sei.

Die beiden unterfränkischen Kabarettisten haben nach sieben Jahren „Neues aus der Anstalt“ ihr Ausscheiden aus der Sendung bewusst geplant. „Wir haben überlegt: Wann wäre der richtige Zeitpunkt? Da waren wir uns relativ schnell einig: direkt nach der Bundestagswahl“, sagte Priol in einem Interview der „Main-Post“ (Würzburg/Donnerstag) mit den zwei Künstlern. Barwasser sagte: „Nach so langer Zeit merken wir auch, dass wir inzwischen wohl fast jede denkbare Idee schon mal hatten.“

„Wir verlassen ein erfolgreiches Projekt, gehen mit Spaß raus, ohne dass es Verstimmungen gab zwischen uns oder Verstimmungen mit dem Sender“, sagte Priol weiter. „Die haben uns ausdrücklich mehrfach gebeten weiterzumachen“, ergänzte Barwasser. Priol wandte sich gegen die Einschätzung, er würde inhaltlich „Merkel-Bashing“ betreiben. Er ändere gerade seine Strategie in Bezug auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Auch wenn sie mal abgewählt wird, muss sie bleiben.“

dpa

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