Wittingen: Werden Schädlinge mit Ködern zwischen gelben Säcken bekämpft?

Rattengift: Noch ein toter Hund

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Wittingen. Schon wieder ein vergiftetes Tier in Wittingen: Der Tierschutz Isenhagener Land meldete gestern den Tod eines 14-jährigen Hundes, der nach Angaben einer Tierärztin „definitiv“ an Rattengift verendet sei.

Es ist in der Brauereistadt der vierte Fall innerhalb weniger Tage. Vorige Woche war bekannt geworden, dass zwei Hunde und eine Katze nach einer Vergiftung mit Rattengift in tierärztlicher Behandlung sind. Zuvor war aus Betzhorn der Gift-Tod einer Dogge gemeldet worden.

Den Geschäftsführer des Tierschutzes, Reiner Sudbrack, macht der jüngste Fall besonders betroffen. „Der Hund gehörte einer älteren Dame und war mehr oder weniger ihr Lebensinhalt.“ Für Sudbrack stellt sich nun noch dringender die Frage, ob es in Wittingen jemand gezielt auf Hunde und Katzen abgesehen hat, oder ob die Vergiftungen Kollateralschäden im Kampf gegen Ratten sind.

Sudbrack will in Wittingen gehört haben, dass Bürger mitunter Rattengift zwischen ihre gelben Säcke legen, um die Schädlinge zu bekämpfen. Das Gift derart offen auszulegen, sei allerdings nicht erlaubt, dafür gelte es bestimmte Regeln zu beachten.

Wer gegen Ratten vorgehen wolle, ohne die restliche Tierwelt zu gefährden, solle sich nötigenfalls bei der Stadt Wittingen oder beim Tierschutz informieren. Kontakt: Reiner Sudbrack, 01 75 - 4 87 14 80.

Von Holger Boden

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