Große Diskussion über Umsetzung in Schönewörde und Wahrenholz

Dorfregion will Breitband

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Ob die Internetanschlüsse künftig über Funk oder über Kabel versorgt werden sollen, bleibt abzuwarten.

Schönewörde/Wahrenholz. Schnelle und zuverlässige Internetzugänge waren das Hauptthema der ersten öffentlichen Arbeitsgruppensitzung „lokale Wirtschaft, Tourismus und Breitband“ im Schönewörder Gemeindebüro.

Einig waren sich die rund 15 Anwesenden alle beim „ob“: Schnelles Internet solle möglichst schnell verfügbar werden. Schwieriger ist aber das „wie“.

Hier gab Hans-Georg Koesling, externer Planer für das Planungsbüro Warnecke, die Diskussion frei. Die Ausgangslage ist in Schönewörde und Wahrenholz dabei unterschiedlich: „Streckenweise liegt in Schönewörde schon Glasfaser-Kabel“, erklärt Ernst Schreiber, langjähriger Telekom-Mitarbeiter im Ruhestand. In Wahrenholz hingegen lägen fast überwiegend Kupferkabel.

Um wirklich hohe Geschwindigkeiten um 50 MBit erzielen zu können, müssten Glasfaserkabel im ganzen Ort bis in die Häuser der Verbraucher verlegt werden. Hier wäre es allerdings fraglich, ob alle Hausbesitzer da mitziehen und die Kosten tragen würden. „Erstmal sollten wir die Autobahn bauen, danach können wir uns um die einzelnen Ausfahrten kümmern“, findet Schönewördes Bürgermeister Horst Schermer.

Geschwindigkeiten bis 16Mbit ließen sich auch durch das Aufstellen weiterer Verteilerkästen realisieren. Ebenfalls rege diskutiert wurde die Möglichkeit kabelloser Internetzugänge, die sich besonders für die entlegeneren Ortsteile wie Weißenberge anbieten. Auch hier konnte Schreiber mit einer großen Portion Fachwissen aufwarten und erklärte etwa Interferenzen bei der Höhe von Funktürmen. Auch Bedenken bezüglich einer zentralen Platzierung solcher Türme konnte der Rentner entkräften.

„Ende Mai werden wir eine große Gesprächsrunde zu diesem Thema veranstalten“, kündigt Koesling an. „Dazu werden wir beispielsweise die Bürgermeister oder auch das Breitband-Kompetenzzentrum Niedersachsen einladen.“ Für ihn sei es besonders wichtig, dass es eine konzentrierte Aktion als Dorfregion wird, hinter der die rund 15 000 Einwohner von Schönewörde, Wahrenholz und der Samtgemeinde Hankensbüttel stehen.

Zum Thema „Klimaschutz und Dorferneuerung“ stellte Koesling zahlreiche Themen vor. So wären etwa in den Bereichen Biogasanlagen, Nahwärmenetze oder auch Mischwassertrennung, Elektro-Mobilität und Busparkplätze Aktionen denkbar. „Klimaschutz und Dorferneuerung“ findet als Modellprojekt nur drei Mal in Niedersachsen statt.

Zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe wurde einstimmig Wilhelm Warnebold gewählt, ebenfalls einstimmig wurde Uta Germer zu seiner Stellvertreterin bestimmt.

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe „Lokale Wirtschaft, Tourismus, Breitband“ ist für Mittwoch, 27. Mai, angesetzt.

Von Dennis Klüting

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