Vorläufige Zahlen zur Unfallstatistik: Polizei Gifhorn besorgt über Zunahme von Personenschäden

Bilanz im Kreis Gifhorn: Neun Verkehrstote in 2016

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Mehr schwere Unfälle – das macht der Polizei im Landkreis Sorgen. Doch zu solchen Szenen muss es auch im Winter nicht zwangsläufig kommen.

Landkreis Gifhorn. Es rutscht, es knirscht, es knallt: Zu jeder Jahreszeit kommt es zu Verkehrsunfällen. Besonders zum jetzigen Zeitpunkt, wenn es friert und sich die Glätte über den Asphalt zieht, kommt es hier und dort zum ein oder anderen Blechschaden.

Zum Ende dieses Monats veröffentlicht die Gifhorner Polizei ihre Bilanz in Sachen Verkehrsunfälle im Jahr 2016. Doch bereits jetzt können einzelne Prognosen vom Sachbearbeiter für Verkehr, Winfried Enderle, abgegeben werden.

Alles in allem gab es 2016 laut Enderle im Landkreis mehr Unfälle als im Vorjahr: „Es gab leider eine deutliche Zunahme von Verkehrsunfällen mit schweren Personenschäden.“ Diese Entwicklung mache der Polizei Sorgen. Schließlich sei der Begriff „Schwerer Personenschaden“ ein Synonym für Schwerverletzte oder sogar Tote. Die Zahl der Verkehrstoten lag für das Jahr 2015 bei 13 Toten, im Jahr 2016 mit 9 Toten jedoch im einstelligen Bereich. Außerdem hat laut Enderle die Anzahl der Wildunfälle deutlich zugenommen.

Gute Nachrichten hat der Sachbearbeiter für Verkehr jedoch auch zu vermelden: „Im Bereich der Verkehrsunfälle mit leichtem Personenschaden sowie im Bereich der Verkehrsunfälle, die mit Alkoholkonsum in Verbindung zu bringen sind, gibt es eine Abnahme.“ Zudem sei ein Rückgang der so genannten „Baumunfälle“ zu verbuchen.

Bei der aktuellen Wetterlage sind Unfälle mitunter schwerer zu vermeiden als sonst. Thomas Reuter, Sprecher der Polizeiinspektion Gifhorn, gibt Ratschläge und Tipps, wie man sich aktuell vor Unfällen schützen kann: „Ganz wichtig ist natürlich die richtige Winterbereifung. Alles andere ist zudem auch nicht zulässig.“ Bei ganz extremen Wetterlagen solle man, soweit das möglich ist, zuhause bleiben, oder „wenn es nicht anders geht auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen“. Ist man in seinem Beruf jedoch auf die Autofahrt angewiesen, solle man äußerst vorsichtig fahren: „Dazu gehört, sich mehr Zeit zu nehmen, langsam zu fahren und einen größeren Abstand zu seinem Vordermann zu halten“, erklärt Reuter.

Kommt es doch zu einem Unfall, soll man zunächst versuchen, ruhig zu bleiben, sich einen Überblick über die Situation verschaffen, den Unfallort absichern, gegebenenfalls Erste Hilfe leisten und die Rettungskräfte alarmieren.

Von Alina Pleuß

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