Zehntausende Unfälle mehr als im Winter üblich

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Versicherer rechnen wegen des schlechten Wetters mit zehntausenden Unfällen mehr als normal.

Berlin - Die Versicherer befürchten wegen des anhaltend eisigen Wetters mit entsprechenden Straßenverhältnissen hohe Kosten. Ob die Prämien davon betroffen sind, wird sich zeigen. 

Auf glatten Straßen in Deutschland hat es nach Schätzungen der Versicherungsbranche in diesem Winter zehntausendfach häufiger gekracht als gewöhnlich. Angesichts der wochenlangen Kälte sei von etwa 55.000 zusätzlichen Unfällen auszugehen, sagte eine Sprecherin des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft am Mittwoch auf Anfrage in Berlin. Für die Kraftfahrzeug-Versicherer bedeute dies in diesem Jahr Mehrausgaben von voraussichtlich 230 Millionen Euro.

Überwiegend dürfte es um Blechschäden gehen. Insgesamt zahlten die Kfz- Versicherungen im vergangenen Jahr knapp 20 Milliarden Euro an Versicherte aus, um Schäden zu regulieren. Zu Auswirkungen des Winterwetters auf die Unfallversicherung und die allgemeine Haftpflichtversicherung liegen noch keine Daten vor, wie die Sprecherin sagte. Die Haftpflichtversicherung könnte zum Beispiel in Anspruch genommen werden, wenn Grundstückseigentümer wegen Stürzen auf nicht geräumten Gehwegen belangt werden.

dpa

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